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Selbstkontrollkonzept für die Wasserversorgung genehmigt

Schwellbrunn/AR. Der Gemeinderat Schwellbrunn hat an seiner letzten Sitzung das neu erarbeitete Sicherheitskonzept zur Wasserversorgung genehmigt.

Das eidgenössische Lebensmittelgesetz verpflichtet die öffentlichen Wasserversorgungen die Qualität des abgegebenen Wassers und die Betriebssicherheit der Versorgungsanlagen sicher zu stellen. Das zu diesem Zweck von der Wasserversorgung erarbeitete Selbstkontrollkonzept wurde am 22. April vom Gemeinderat gutgeheissen. Die Wasserversorgung wurde mit der Umsetzung beauftragt.

Artikel 23 des eidgenössischen Lebensmittelgesetz verlangt, dass öffentliche Wasserversorgungen mittels geeigneter Massnahmen die Qualität des abgegebenen Wassers sowie die Betriebssicherheit der Versorgungsanlagen nachhaltig sicherstellen. Die entsprechende Beweispflicht liegt gemäss Bundesgesetz über die Produktehaftung beim Produzenten, das heisst der Wasserversorgung.

Das Selbstkontrollkonzept der Wasserversorgung Schwellbrunn legt die Prioritäten vordringlich auf die Qualitätssicherung des Trinkwassers und die betriebliche Sicherheit. Basierend auf einer externen Sicherheitsanalyse hat die Wasserversorgungskommission die notwendigen organisatorischen Unterlagen erarbeitet. Mit einem schrittweisen Vorgehen wurde versucht, das Konzept optimal auf eine kleine Wasserversorgung abzustimmen.

Das Selbstkontrollkonzept setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Unterlagen zusammen:
– grundlegende organisatorische und betriebliche Angaben zur Wasserversorgung;
– Alarmorganisation und Notfallunterlagen zur Bewältigung von ausserordentlichen Lagen (zum Beispiel Rohrbrüchen, Wasserverunreinigungen);
– vollständige Anlagedaten der Pumpwerke, Reservoirs und Steuerungsschächte;
– Wartungspläne und Zutrittskontrollen für die Anlagen;
– Massnahmenpläne zur Eliminierung der sicherheitstechnischen Schwachstellen.

Die Wasserversorgung wurde vom Gemeinderat beauftragt, die Umsetzung umgehend an die Hand zu nehmen. Auch das Konzept ist selbst in regelmässi-gen Abständen zu überprüfen und veränderten Betriebs- oder neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Gegebenenfalls kann das Sicherheitskonzept bei Bedarf zu einem kleinen Qualitätssicherungssystem ausgebaut werden.

Die Umsetzung des Selbstkontrollkonzepts ist mit erhöhten Kosten für die Wasserversorgung verbunden. Dies betrifft zusätzliche Personalkosten und intensivierte Wartungsaufwendungen in einer geschätzten Höhe von mehreren Tausend Franken pro Jahr. Dazu kommen Investitionskosten für sicherheitstechnische Verbesserungen. Die Mehrkosten haben jedoch keine direkten Auswirkungen auf den Wasserpreis der den Endverbrauchern in der Gemeinde Schwellbrunn belastet wird. Die Wasserversorgungskommission ist darauf bedacht, den Wasserpreis auch mittelfristig stabil zu halten.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 04.05.2009 - 12:00:45