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Schwierige Schulsituationen meistern

Kreuzlingen. Die zweijährige Berufseinführung für Lehrerinnen und Lehrer an der PHTG ist abgeschlossen.

Zwischen dem 14. und dem 30. April nahmen 84 Berufseinsteigende am diesjährigen Weiterbildungsblock für Lehrerinnen und Lehrer des Kindergartens sowie der Primar- und Oberstufe teil. Während dieser zweieinhalb Wochen wurden 62 verschiedene Workshops angeboten.

Für 84 Lehrerinnen und Lehrer von Vorschule, Primar- und Oberstufe ging mit dem Weiterbildungsblock an der Pädagogischen Hochschule Thurgau ihre erste, intensiv begleitete Berufsphase zu Ende. Während zweieinhalb Wochen besuchten die Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger Workshops und nahmen an individuell gewählten Projekten teil. Insgesamt wurden 62 verschiedene Workshops durchgeführt.

Nicht nur disziplinarische Fragen
«Nach nach dem ersten Unterrichtsjahr sind Lehrerinnen und Lehrer zwar in der Lage, den beruflichen Alltag zu bewältigen», erklärt Marco Bachmann, Leiter der Berufseinführung an der PHTG, «darüber hinaus ist aber Unterstützung in besonders anspruchsvollen Schulsituationen nötig.» Dazu gehören Fragen wie: Wie kann ich die einzelnen Kinder oder Jugendlichen fördern, sodass sie sich in der nächsten Stufe, in der Berufswelt bewähren? Wie sieht mein Erziehungsauftrag aus und wie lässt er sich abgrenzen zur Erziehung im Elternhaus? «Die aktuelle Berichterstattung über Kinder mit psychischen und sozialen Schwierigkeiten und die Diskussion über den Einsatz von Medikamenten bei Verhaltensauffälligkeiten zeigen, dass es dabei nicht nur um disziplinarische Fragen im engeren Sinn geht», sagt Marco Bachmann.

Probleme direkt angehen
So beschäftigten sich die Lehrpersonen während des Weiterbildungsblocks an der PHTG neben schwierigen Schulsituationen auch mit Möglichkeiten von Lernstandserfassungen in Mathematik oder Deutsch. Hier wurden Tests mit der eigenen Klasse ausgewertet und anhand der Ergebnisse entsprechende Förderpläne erstellt. «Die konkrete Unterstützung habe ich sehr geschätzt», sagt Annina Roduner, Lehrerin einer 2. und 3. Klasse in Amlikon, nach dem Weiterbildungsblock. «Es gab viele supergute Anregungen.» Martina Girsberger, Lehrerin der 5./6. Klasse in Wäldi, ist in ihren ersten zwei Unterrichtsjahren selbst mit schwierigen Schulsituationen konfrontiert worden. Dennoch haben sie nicht explizit die dazu angebotenen Workshops interessiert. «Diese Probleme muss man direkt angehen, mit der Schulleitung und vor Ort. Ich habe dies zur Genüge durchgespielt, da braucht es nicht noch mehr Theorie», sagt sie und findet es trotzdem gut, dass es für alle etwas zum Herauspicken gab, je nach Bedürfnis.

Weiterbildung im Berufsauftrag
Der Weiterbildungsblock im 2. Berufsjahr bildet den Abschluss der obligatorischen Berufseinführung für Lehrerinnen und Lehrer. Daneben waren auch die Begleitung durch eine Mentoratsperson, der Austausch in der Praxisgruppe und, sofern benötigt, Einzelberatungen wichtige Eckpfeiler der Berufseinführung. Verantwortlich ist die PHTG im Auftrag des Departementes für Erziehung und Kultur. Die Berufseinführung dauert zwei Jahre. Am Konzept haben das zuständige Departement wie auch die Lehrerschaft mit ihren Organen massgeblich mitgewirkt. Die Beratungs- und Weiterbildungsangebote sind unentgeltlich (für die Einzelberatung gilt diese Regelung für Beratungen im Umfang von 6 Stunden) und gelten als Bestandteil der Weiterbildungsverpflichtung gemäss Berufsauftrag für Lehrpersonen.

ThurgauThurgau / 07.05.2008 - 10:13:00