Schwellbrunn erneut bezwungen
Faustball. Auch in der zweiten Partie der Hallenmeisterschaft der Nationalliga A musste sich der STV Schwellbrunn geschlagen geben. Gegen Oberentfelden verloren sie 5:1.
Die Aargauer spielten auf allen Positionen stärker. Vor allem bauten sie die Bälle gut auf und ideal auf dem Seil wurden diese entsprechend zu Punkten verwertet. Oberentfelden mit dem grossgewachsenen Nicolas Schwander agierte generell besser am Seil als die Gäste.
Demgegenüber mangelte es bei Schwellbrunn in allen Bereichen. Die Ballannahmen waren vielfach ungenügend, der Aufbau klappte meist nicht und sowohl in den Angaben als auch im Schlag aus dem Spiel liess das Angreiferduo Peter Rohner und Ueli Frischknecht den nötigen Druck vermissen.
Team vollzählig
Dabei konnte Schwellbrunn bereits wieder mit dem unerwartet schnell geheilten Ueli Frischknecht antreten. Doch der Teamleader brachte für einmal nicht die erhoffte Stärkung der Mannschaft. Obwohl er nach seiner Nierenverletzung gemäss eigenen Angaben schmerzfrei spielen konnte, fehlte die von ihm gewohnte Durchschlagskraft. Doch allein diese Tatsache führte nicht zur zweiten Niederlage Schwellbrunns.
Leistung ist Kopfsache
Frischknecht zeigte sich nach dem Spiel überzeugt: «Wir können es besser. Unsere schlechte Leistung ist eine Kopfsache. Nicht jeder von uns ist bereit, die notwendige Verantwortung zu übernehmen.» Klare Worte, doch etwas beschwichtigend fügte er bei: «Oftmals hat heute in entscheidenden Momenten nur der letzte Zwick gefehlt.»
Und tatsächlich fehlte wenig zum Satzgleichstand. Zweimal mit 5:10 zurückliegend, schaffte Schwellbrunn mit starken Phasen jeweils den Ausgleich. Im dritten Satz reichte es so in der Verlängerung zum Teilerfolg, doch im vierten Durchgang verwertete Oberentfelden die letzten beiden Bälle zu seinen Gunsten und verhinderte damit den Ausgleich in den Sätzen. In der Folge fand Schwellbrunn überhaupt nicht mehr zu seinem Spiel und unterlag klar.
In alter Stärke
Dennoch bleibt Ueli Frischknecht auch nach der zweiten Niederlage gelassen und denkt positiv in die Zukunft: «Wir werden das Training intensiv weiterziehen und im Januar spielen wir wieder in der bekannten Stärke.» Dies wird nötig sein, denn Schwellbrunn ist als Schweizer Vizemeister zum international bestbesetzten Hallenturnier am ersten Januarwochenende nach Bad Ragaz eingeladen. Dabei wird sie Cyrill Schreiber, der Weltklasseschläger aus Walzenhausen verstärken.
Zwei Siege programmiert
Die Teilnahme am Finalwochenende um die Schweizer Hallenmeisterschaft Mitte Februar in Widnau will sich der STV Schwellbrunn mit zwei Erfolgen in den nächsten beiden Heimspielen in Gais vom Sonntag 21. Januar gegen Ettenhausen sowie am Samstag, 26. Januar gegen den Aufsteiger Jona sichern. Bis dann müsse alles wieder stimmen, gibt Teamleader Frischknecht sich und seinen Spielerkollegen das Ziel nach der zweiten Niederlage vor.
Nationalliga A zweite Runde:
Oberentfelden – Schwellbrunn 5:1 (11:5, 11:9, 14:15, 12:10, 11:7, 11:5).
Ettenhausen – Widnau 0:5 (12:14, 2:11, 8:11, 4:11, 5:11). Jona – Rickenbach-Wilen 3:5 (8:11, 11:9, 11:9, 9:11, 2:11, 11:7, 5:11, 7:11).
Rangliste (alle zwei Spiele)
1. Faustball Widnau 4 Punkte / 10:1 Sätze, 2. STV Oberentfelden 4 / 10:3, 3. FG Rickenbach-Wilen 4 / 10:5. 4. TSV Jona 4 / 4:10, 5. STV Schwellbrunn 0 / 3:10, 6. FBV Ettenhausen 0 / 2:10



























