Schweizer Zoll deckt Tierquälerei auf
Basel / Weil a. Rhein (D). Üble Tierquälerei – dank Zollkontrolle erlösen Schweizer Zöllner und Deutsche Polizisten am Autobahnübergang Basel-Weil Schäferhündin aus misslicher Lage.
Eine nicht alltägliche Entdeckung machten am Montagvormittag (12.3.2012) Schweizer Zöllner an der Autobahn-Gemeinschaftszollanlage Weil am Rhein/Basel. Gegen 10 Uhr wollte ein 61 Jahre alter Mann mit seinem beladenen Lastwagen von Deutschland über die Schweiz nach Italien fahren. Die Schweizer Zollkontrolle an der Gemeinschaftszollanlage brachte dann Ungewöhnliches zu Tage. In der neben dem Tank unter dem Aufbau des Fahrzeuges befindlichen Werkzeugbox befand sich eine Hündin versteckt. Die Metallbox hatte die Maße von 120 x 60 x 54 cm, verfügte über kein Tageslicht und keine Belüftung. Das sich sehr aggressiv gebärdende Tier konnte zunächst nicht befreit werden. Stattdessen wurde die Autobahnpolizei aus Weil am Rhein verständigt. Diese geleiteten den Lastwagen auf der umzäunte Areal des Autobahnpolizeireviers. Zwischenzeitlich war das Tierheim und das Veterinäramt des Landratsamtes verständigt worden. Als alle Tore geschlossen waren, wurde die Box geöffnet. Endlich konnte das total verstörte Tier aus seinem Gefängnis entweichen. Der Vertreter des Tierheimes und eine Tierärztin des Veterinäramtes kümmerten sich um die Hündin und versorgten sie.
Von Köln nach Sizilien unterwegs:
Wie die Ermittlungen ergaben war der Lkw-Fahrer von Köln aus gestartet und wollte nach Sizilien. Ein Bekannter hatte ihn dabei um eine Gefälligkeit gebeten. Er sollte eine einjährige Malinoi Schäferhündin nach Sizilien überführen. Das Tier sollte in der Fahrerkabine transportiert werden. Dies wollte der 61 Jahre alte Lkw-Fahrer aber offensichtlich nicht. Er hielt sich nicht an die Absprache, sondern steckte das Tier in die Werkzeugbox.
Die Überprüfungen des Veterinäramtes ergaben, dass das Tier geimpft und gechipt ist. Entsprechende Papiere führte der Lkw-Fahrer mit sich. Nach Rücksprache mit dem Hundebesitzer wurde die Hündin im Tierheim untergebracht und wird dort vom Eigentümer abgeholt.
Der Lkw-Fahrer wird von deutschen Behörden wegen Tierquälerei angezeigt.



























