Schweizer verkaufen sich bei Bewerbungen nicht optimal
Mehr als 40% der arbeitssuchenden Schweizerinnen und Schweizer haben den Eindruck, dass ihre Fähigkeiten in ihrem Lebenslauf nicht optimal zur Geltung kommen.
Jeder Dritte ist unzufrieden mit dem Eindruck, den er beim Vorstellungsgespräch hinterlässt, und drei von fünf halten das Warten auf eine Antwort vom Arbeitgeber für die schlimmste Phase im Bewerbungsverfahren. Dies sind nur einige der Ergebnisse einer internationalen Studie der Personalvermittlungsagentur Kelly Services.
«Beim Lebenslauf ist entscheidend, dass die Erfahrungen und Qualifikationen klar dargestellt werden», ruft Michel Rey, Generaldirektor für die Schweiz, in Erinnerung. «Ein gut strukturierter und lückenloser Lebenslauf ist die Visitenkarte des Bewerbers. Dadurch bekommt der potenzielle Arbeitgeber einen Anreiz, den Prozess weiterzuverfolgen. Äusserst wichtig ist zudem, sich über das Unternehmen zu informieren, um zu bestimmen, welchen Mehrwert man der Firma bringen kann.»
Die Berufserfahrung und die Persönlichkeit sind zwei wesentliche Faktoren für den Erfolg bei der Arbeitssuche. Nur 5% der Befragten sind der Ansicht, dass die Ausbildung der Schlüsselfaktor ist. 40% halten die Berufserfahrung für wichtiger und 36% setzen auf ihre Persönlichkeit.
85% der Befragten sind der Meinung, dass sie bei ihrem Vorstellungsgespräch fair behandelt wurden. Zudem gestehen 16%, dass sie in ihrem Lebenslauf oder im Gespräch einige Einzelheiten verschwiegen haben. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um negative Aspekte im Zusammenhang mit früheren Arbeitsplätzen, um Gehaltsinformationen oder fehlende Qualifikationen.
Die Umfrage ergab auch, dass die Online-Bewerbung in der Schweiz und im Ausland weiterhin die häufigste Methode der Arbeitssuche ist. Knapp 70% der Arbeitssuchenden in der Schweiz haben sich schon einmal online beworben. Die meisten halten dies für ein effizientes Vorgehen. Im Gegensatz zu den anderen Ländern (die Studie umfasst 115’000 Befragte aus 33 Ländern) sind die Befragten in der Schweiz der Ansicht, dass auch schriftliche Bewerbungen sehr nützlich sein können.



























