«Schwarze Null» in Trogen
Trogen/AR. Die Rechnung 2008 der Gemeinde schliesst mit rund 144’000 Franken besser ab als im Budget vorgesehen ab.
Budgetiert war ein Minus von 140’400 Franken. Weil verschiedene Investitionen 2008 nicht getätigt wurden, schliesst auch die Investitionsrechnung um rund 320’000 Franken günstiger ab.
Dank grosser Ausgabendisziplin und Kosteneinsparungen in allen Ressorts insbesondere Schule und Soziales, ist es gelungen, trotz geringeren Steuererträgen ein gegenüber dem Voranschlag günstigeres Ergebnis zu erreichen.
Steuererträge leider weit unter den Erwartungen
Der Trend des Jahres 2007, als die Steuereingänge nach einigen Jahren der positiven Entwicklung erstmals wieder hinter den Erwartungen zurückgebliegen waren, hat sich 2008 leider fortgesetzt. Die Ausfälle bei den laufenden Steuern 2008 und den Nachzahlungen aus den Vorjahren natürlicher und juristischer Personen betragen insgesamt rund 360’000 Franken. Auch die Handänderungssteuern blieben unter dem Budget. Diese Verluste vermochten auch die höher ausgefallenen Erträge aus den Grundstückgewinnsteuern nicht aufzufangen.
Abschreibungsquote und Fondsbezüge
Im Voranschlag 2008 war eine reduzierte Abschreibungsquote von 6,5 Prozent vorgesehen. Zur Entlastung künftiger Gemeinderechnungen wurde diese auf die gesetzlich vorgesehene durchschnittliche Quote von 8 Prozent erhöht. Die im Budget 2008 bereits vorgesehenen Bezüge aus dem Fonds MS und aus dem Jugendfürsorgefonds wurden voll ausgeschöpft.
Investitionsrechnung schliesst besser ab als erwartet
Der Besserabschluss in der Investitionsrechnung ist darauf zurückzuführen, dass einige Investitionen 2008 nicht getätigt und auf das Jahr 2009 verschoben werden musten. Insbesondere die Anschlüsse des Hauses «Seeblick» und des Feuerwehrdepots an die Holzschnitzel-Fernheizung konnten 2008 nicht mehr realisiert werden.
Bei den vorgenommenen Investitionen konnten die Anschaffung des neuen Schulbusses und des Traktors mit Schneefräse unter dem Budget abgerechnet werden.
Finanzlage der Gemeinde Trogen
Die Ressorts gehen mit den Finanzen sehr verantwortungsvoll und kostenbewusst um. Dass die Gemeinde Trogen dieses Jahr keinen so glänzenden Rechnungsabschluss präsentieren kann wie andere Gemeinden, liegt an den 2008 rückläufigen Steuererträgen. Wie sich die angekündigte Steuergesetzrevision und die Wirtschaftslage auswirken werden, lässt sich nicht prognostizieren. Sicher muss der Gemeinderat in den kommenden Jahren die Steuererträge aber nach unten anpassen. Selbstverständlich werden die Ressorts ihre Sparbemühungen weiterführen.
Die Finanzlage der Gemeinderat Trogen darf aber nach wie vor als gesund bezeichnet werden. Die Verschuldung liegt in einem vertretbaren Rahmen.
Referendum im April 2009
Die Jahresrechnung untersteht dem fakultativen Referendum, das heisst eine Abstimmung über die Jahresrechnung findet nur statt, wenn dies mindestens 30 Stimmberechtigte verlangen. Die Referendumsfrist beginnt erst nach den Frühlingsferien. Gemäss bisheriger Praxis wird vor Beginn der Frist in alle Haushaltungen eine Kurzfassung des Rechnungsabschlusses verteilt. Die detaillierten Unterlagen können bei der Gemeinekasse bezogen werden.
Am 12. März 2009 findet in der «Krone» Trogen im Zusammenhang mit der Abstimmung zum Altersdurchmischten Lernen und der Ergänzungswahl in die Schulkommission eine von der FDP organisierte öffentliche Versammlung statt. Dort orientiert der Gemeinderat auch über das Rechnungsergebnis.



























