• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

Schwanger und erfrischt durch den Sommer

Frauenfeld. Sommerhitze und Schwangerschaft vertragen sich schlecht. Aus dem Spital Frauenfeld kommen Tipps für das richtige Verhalten.

Im Sommer sieht man eindeutig mehr Schwangere als im Winter. Das liegt nicht nur an der luftigen Kleidung und den damit gut sichtbaren Bäuchen. Auch statistische Auswertungen haben ergeben, dass in den Sommermonaten in der Regel mehr Kinder geboren werden.

Im Sommer sind die Schwangeren einerseits froh nicht soviel anziehen zu müssen. Andererseits kann die sommerliche Hitze ordentlich zusetzen. Susanne Schlitt arbeitet als Beleghebamme im Kantonsspital Frauenfeld, betreut aber auch in der Hebammenpraxis LUNA in Altnau werdende Mütter. Ihre Tipps und Tricks helfen Schwangeren mit viel Freude die Sommermonate geniessen zu können.

Kleidung
Kleider aus Naturfasern wie Seide, Leinen oder Baumwolle fühlen sich frischer auf der Haut an. Die Luft zirkuliert besser unter den Stoffen, wodurch die Frauen weniger transpirieren. Bequeme offene Sandalen sind angenehm zu tragen und leicht anzulegen.

Körperpflege
Bodylotionen mit hohem Feuchtigkeitsanteil eignen sich gerade bei hohen Temperaturen besser als Körperöle. Da die Haut während der Schwangerschaft empfindlicher reagiert ist eine Körperpflege mit Sonnenschutzfilter empfehlenswert.

Ernährung
Grundsätzlich ändert sich an der empfohlenen Ernährung nichts. Schwangere sollen sich auch während der Sommermonate ausgewogen und saisongerecht ernähren. Häufige kleine Mahlzeiten sind besser verdaulich. Profitieren Sie gerade im Sommer vom reichhaltigen Obst- und Gemüseangebot. Goldhirse gilt als guter Magnesiumlieferant und wirkt gegen Wadenkrämpfe.

Getränke
Mit 2-3 Litern Flüssigkeitszufuhr am Tag kann Frau der Müdigkeit, Kreislaufschwankungen, schweren Beinen und vielen anderen Beschwerden vorbeugen. Die Hebamme empfiehlt Getränke wie Wasser, Apfelschorle und ab und zu auch Elektrolytgetränke, damit die verlorenen Salze ersetzt werden.

Sonne
Die Sonne muss nicht gemieden werden. Aber ausgedehnte Sonnenbäder während der Schwangerschaft sind zu vermeiden. Die Haut ist während der Schwangerschaft empfindlicher und Sonnenallergien treten häufiger auf. Tun Sie die Dinge, welche Ihnen Spass machen und damit auch gut tun, Freibad inklusive.

Schwere Beine
Im Sommer sind bei den schwangeren Frauen geschwollene Füsse an der Tagesordnung. Daher die Füsse immer wieder hochlegen und kühle Fussbäder geniessen. Auch Franzbrandweinwaschungen der Unterschenkel herzwärts – also von den Füssen in Richtung der Leisten – oder Wickel mit Rosmarinwasser bieten Erfrischung. Eine gewisse Schwellung der Füsse ist normal. Bei extremen Wassereinlagerungen sollte eine Kontrolle durch die Hebamme oder den Arzt erfolgen. Bei Krampfadern helfen auch im Hochsommer leider nur die Stützstrümpfe. Sporadische Fussbäder mit angezogenen Strümpfen bringt aber etwas Erleichterung.

Sport
Gut ist was Spass macht! Werdende Mütter sollten aber nicht übertreiben, die Ozonwerte beachten und sich nicht in der Sonne überanstrengen. Schwimmen ist ein optimaler Sport, da das Körpergewicht durch das Wasser getragen und damit die Gelenke und Bänder entlastet und geschont werden.

Auf Anfrage gibt Susanne Schlitt weitere Empfehlungen und Tipps ab. Ebenfalls bietet sie – wie auch die anderen Beleghebammen des Kantonsspitals Frauenfeld, Yvonne Haldemann und Marianne Schuppli – eine ganzheitliche Betreuung während der Schwangerschaft, Geburtbegleitung im Kantonsspital Frauenfeld (www.frauenklinik-frauenfeld.ch) und individuelle Begleitung in Wochenbett und Stillzeit zu Hause an.

ThurgauThurgau / 21.07.2008 - 09:05:00