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Schulterschluss bei den Naturärzten

Herisau. An der Generalversammlung des grössten Verbandes der Schweizer Naturheilkunde wurde zu einer neuen Einigkeit gefunden.

Vor einem Jahr wurden nach einer acht Stunden dauernden, tumultösen Generalversammlung der damalige Präsident und – bis auf ein Mitglied – der ganze Vorstand der Naturärztevereinigung der Schweiz NVS abgewählt. Am vergangenen Samstag zog nun der neue Präsident, Christian U. Vogel, zusammen mit seinem neuen Vorstand Bilanz über das in diesem Jahr Geleistete.

Als Zeichen für den neuen Geist, wurde die Generalversammlung erstmals in der 88-jährigen Geschichte des Verbandes nicht in der Ostschweiz sondern in Baden abgehalten. Und erstmals gab es am Vormittag vor der Generalversammlung Referate zu für den Verband und seine Mitglieder aktuellen Themen.

Zur Eröffnung der Generalversammlung 2008 konnte der Präsident neben fast dreihundert Mitgliedern zahlreiche Gäste begrüssen. Darunter Herrn Nationalrat Theophil Pfister und Herrn Peter A. Zizmann, den Präsidenten des Fachverbandes Deutscher Heilpraktiker.

Nach der sehr zurückhaltenden Informationspolitik früherer Jahre, folgten die Anwesenden gespannt den Ausführungen des Präsidenten zu Jahreabschluss und Budget. Die Erläuterungen über die konkreten Arbeiten und Projekte führten zu einer umfassenden Schilderung der aktuellen Situation innerhalb und ausserhalb des Verbandes.

Zentrales Thema waren einerseits die Erfolge der Volksinitiative Ja-zur-Komplementärmedizin in National- und Ständerat, andererseits die Arbeiten der Berufsverbände für die rechtliche Anerkennung der Berufe der Naturheilkunde und der Komplementärtherapie. Beides wurde möglich durch die enge Zusammenarbeit und das grosse Engagement fast aller betroffenen Verbände.

Verbandsintern konnte die Kommunikation zwischen der Verbandsspitze und der Basis verbessert werden. Und das neue gesamtschweizerische Therapeutenregister www.nath-pool.ch ist seit zwei Monaten im Netz freigeschaltet.

Die Wahl von drei neuen Vertreterinnen des Tessins und der Westschweiz in den Verbandsvorstand und die Wiederwahl der bisherigen Vorstandsmitglieder erfolgten so gut wie ohne Gegenstimmen. Der Präsident wurde einstimmig wiedergewählt und zudem mit einer «standing ovation» geehrt.

Anträge von einzelnen Mitgliedern, die den Verband in Sektionen aufspalten oder ihn zu juristischen Prozessen verpflichten wollten, wurden anschliessend mit überwältigenden Mehrheiten abgelehnt.

Zusammen mit der neugewählten Geschäftsführerin wird der Vorstand nun daran gehen, die Administration zu optimieren, dem Verband neue, zeitgemässe Grundlagen zu geben und ihn politisch noch besser zu positionieren und zu vernetzen. Die guten Dienstleistungen sollen noch besser werden, und die Mitgliedschaft soll auch für Sympathisanten und Sympathisantinnen der Naturheilkunde interessanter werden.

«Nach einer so begeisternden GV spürt man den Erwartungsdruck umso stärker, es in Zukunft nicht nur gleich gut sondern möglichst noch besser zu machen», sagte Präsident Christian U. Vogel nach dem Schluss der Versammlung.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 10.03.2008 - 08:22:00