Schmuddeliger Holländer mit über 600’000 Franken geschnappt
Kreuzlingen/TG/Konstanz/DE. Der deutsche Zoll ist auf Bargeldjagd. Am Montag ging ein schmuddelig wirkender Holländer ins Netz, der 402’000 Euro - umgerechnet mehr als 600’000 Franken - dabei hatte.
Wie das Hauptzollamt Singen (D) am Mittwoch mitteilte, kam der 60-jährige Holländer, «der nicht gerade den saubersten Eindruck machte» ohne Gepäck an den Grenzübergang in Kreuzlingen-Emmishofen. Er behauptete, seine Freundin in Kreuzlingen besucht und kein Bargeld dabei zu haben.
Die Zöllner glaubten ihm nicht und durchsuchten ihn gründlich. Dabei fanden sie in seiner Kleidung acht Couverts mit je 50’000 Euro und in seinem Portemonnaie weitere 2000 Euro.
Zudem fanden sie Hinweise darauf, dass er wenige Tage zuvor eine entsprechende Summe bei einer Schweizer Bank abgehoben hatte. Der Zoll verdächtigt ihn nun, das Geld früher einmal in die Schweiz geschmuggelt zu haben. Er musste eine Kaution von 40’000 Euro hinterlegen, bevor er weiterreisen durfte.
Schweden in Bietingen/Thayngen
Ebenfalls am Montag wurden auch die deutschen Zöllner am Grenzübergang Bietingen (D)/Thayngen SH fündig. Ihnen fielen beim Durchsuchen des Autos eines schwedischen Paares 500’000 schwedische Kronen, umgerechnet rund 65’000 Franken, in die Hände. Die beiden mussten 3850 Euro hinterlassen, bevor sie die
Heimreise fortsetzen konnten.
Bargeld im Wert ab 10’000 Euro muss dem Zoll eines EU-Landes beim Übertritt der EU-Aussengrenze gemeldet werden. Die Schweizer Zöllner oder Grenzwächter interessieren sich dagegen nicht für mitgeführtes Bargeld.



























