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Schloss Werdenberg steht vor einem fulminanten Kulturstart

Werdenberg/SG. Der Verein Schloss Werdenberg hat Kurt Scheidegger als Geschäftsführer gewählt.

Mit der Wahl von Scheidegger ist es dem Verein gelungen, eine  äusserst kompetente Persönlichkeit für
diese bedeutungsvolle Aufgabe zu gewinnen. Seine Aufgabe wird es sein, den Betrieb auf dem Schloss zu leiten und das anstehende Sommerprogramm durchzuführen. Der Verein Schloss Werdenberg, der neu für den Betrieb auf dem Schloss verantwortlich ist, freue sich über die Wahl von Scheidegger, betonte Vereinspräsident Daniel Gut gestern vormittag anlässlich einer Medienkonferenz auf dem Schloss. Er stellte zusammen mit Vorstandsmitglied Florian Eicher, Amt für Kultur, St.Gallen, auch den neuen Hauswart für das Schloss und die ersten Höhepunkte des Sommerprogramms 2009 vor. Zudem wurde über die Vergabe der ersten beiden Künstlerateliers informiert. 

Schlossteam neu formiert
Der 54jährige Kurt Scheidegger ist Gründer und Geschäftsinhaber von GO Theaterproduktionen («Woyzeck» für das Theater Basel) und arbeitete von 2000 bis 2008 als Geschäftsführer des Theaters am Neumarkt in Zürich. Dort war er für alle kaufmännischen und personellen Belange, die Leitung des Betriebsbüros, die Administration, das Rechnungswesen und den personellen Bereich zuständig. Scheidegger bringt somit grosse Erfahrung und viele gute Kontakte mit ins Werdenberg. Vereinspräsident Daniel Gut sprach deshalb im Zusammenhang mit der Wahl von Kurt Scheidegger von einem Glücksfall für das Schlossprojekt. Seinen Ausführungen zufolge hat der neu gewählte Geschäftsführer die Arbeit auf dem Schloss bereits aufgenommen. 

Infolge Pensionierung des bisherigen Schlosswartes Karl Blaas wurde auch ein neuer Hauswart für das Schloss gewählt. Er heisst Kurt Züllig, hat Buchser Wurzeln, und wohnte bis anhin in Bad Ragaz. Der 45jährige Kurt Züllig ist gelernter Mechaniker und war in den vergangenen 14 Jahren in der Alpwirtschaft tätig. Er hat seine neue Arbeitsstelle bereits anfang April angetreten. Ihm zur Seite steht das langjährige Schlossteam, in welchem es ansonsten keine weiteren Veränderungen gibt. 

Perlen im Sommerprogramm 2009
Am 14. Mai startet das diesjährige Sommerprogramm mit der offiziellen Schlosseröffnung (18 Uhr) und der Lesung «Graatzug» (20 Uhr) des Schweizer Bergautors Urs Augstburger. Er wird begleitet von  den beiden bekannten Musikern Hendrix Ackle und Hanspeter Stamm.  Aber auch einheimischen Talenten bietet der Auftakt zum diesjährigen Schlossprogramm eine Bühne. Mit Menga Albertin und Nikolai Eggenberger stehen im Rahmen der offiziellen Schlosseröffnung zwei talentierte junge Buchser Jazzmusiker im Scheinwerferlicht auf der Bühne.  

«Ein fulminanter Kulturauftakt», freute sich Vereinspräsident Daniel Gut zu recht und stellte dann das detaillierte Programm des Literaturfestivals 2009 vor. Demnach werden bekannte Namen wie Robert Schneider, Eveline Hasler, Tim Krohn, Reinhold Bilgeri und Peter Stamm auf dem Schloss lesen (siehe auch Kasten mit dem ausführlichen Programm). Kern der Veranstaltungsreihe bildet aber ein zweitägiges Literaturfestival  am 29./30. August, welches auch den einheimischen Autorinnen und Autoren Platz auf der Bühne bieten wird.
 
In Zusammenarbeit
Besonders erfreut ist der Verein Schloss Werdenberg, dass bereits in diesem ersten Veranstaltungszyklus die Idee vom «bespielten Schloss mit den externen Bühnen» umgesetzt werden kann: Im Rahmen einer engen Zusammenarbeit von Kulturstüdtlimühle Buchs, Alte Mühle Gams und Schloss Werdenberg. «Wir freuen uns, dass durch diese kooperative Zusammenarbeit noch stärkere kulturelle und künstlerische Angebote in der ganzen Region geschaffen werden können», sagte Daniel Gut. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass solche Kooperationen auch in Zukunft Früchte tragen werden und so von sich reden machen. Mitbeteiligt an der Organisation und Durchführung des Literaturfestivals sind zudem die GMG Buchhandlung an der Bahnhofstrasse in Buchs und die Buchhandlung Schwarzpeter.

Für die angekündigten fünf Konzerte mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbes stehen, weil der Wettbewerb erst stattfindet, die Namen der Ausführenden im Moment noch nicht definitiv fest. Die Veranstaltungsdaten hingegen schon: 7./21. Juni sowie 6./12. und 19. September.  Am Samstag 15. August steht mit der Vernissage der Ausstellung von Pipilotti Rist und Niki Schawalder ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm.  

Die ersten beiden Ateliers sind besetzt

Neuigkeiten gibt es auch bezüglich des Atelierprogrammes. Aus gegen 20 Bewerbungen für die beiden Künstlerwohnungen im Städtli und die dazu gehörenden Ateliers auf dem Schloss, hat die Jury die ersten Aufenthaltsstipendien an Maureen Kägi (Wien/Zürich) und Conrad Gianin (Chur) vergeben. 

Maureen Kägi gehört zu einer neuen Generation von Künstlerinnen und Künstlern, die dank ihrer Offenheit und Neugier scheinbare Gegensätze überwinden. Dabei entdecken sie mehrschichtige, komplexe, interessant strukturierte Räume des Übergangs. Maureen Kägi arbeitet mit Fotografie und Malerei. Bei ihr treffen sachliche Distanz und unmittelbare Nähe aufeinander. 

Der Bildende Künstler und ausgebildete Steinbildhauer Gianin Conrad konnte sich als Churer gegen eine internationale Konkurrenz durchsetzen. Er überzeugte durch seine mit einfachen Mitteln erzeugten installativen Arbeiten und Raumsetzungen. Conrads Arbeiten bestechen durch die vollkommene Neuinterpretation alltäglicher Objekte und Situationen: einen Sternenhimmel, eine Nasszelle, ein möbliertes Zimmer. Er fordert sein Publikum heraus, die materielle und formale Präsenz von scheinbar Bekanntem wieder neu zu entdecken.

St.GallenSt.Gallen / 27.04.2009 - 12:23:41