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«Schläger haben meist banale Motive»

Herisau/AR. In Herisau nimmt die Gewalt sichtbar zu. Immer häufiger muss die Polizei einschreiten. Willi Moesch, Mediensprecher der Kantonspolizei Ausserrhoden, über Motive, Täter und Opfer.

Immer häufiger passiert es, dass speziell am Bahnhof Schlägereien angezettelt werden. Meist gehen mehrere Personen auf eine einzige los. So geschehen gestern, 10. März. Ein 35-Jähriger wurde von zwei Männern spitalreif geschlagen. Solche Vorfälle sind laut Willi Moesch, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden, keine Seltenheit mehr. Die Polizei ist am Bahnhof immer häufiger anzutreffen. «Wir mussten unsere Präsenz auf Grund der vergangenen Ereignisse massiv verstärken», so Moesch.

Häufig der gleiche Täter
Meistens seien es immer wieder die gleichen Täter. «Die Ermittlungen führen häufig schnell zum Erfolg da wir bereits wissen, wo wir die Täter finden», sagt Moesch. Diese Tatsache stimmt ihn ein wenig traurig. «Ich finde es sehr schade, dass die Täter nicht aus ihren Fehlern lernen», so Moesch.

Banale Gründe als Motiv
Der Ablauf von Gewalttaten ist der Polizei bekannt. Meist beginnen die späteren Täter mit einer Provokation. Die Reaktion des Opfers nutzen sie dann als Grund für eine Schlägerei. «In vielen Fällen ist auch Alkohol im Spiel», so der Mediensprecher. Die Motive, welche die Täter bei der Polizei angeben, würden von «mir war eben langweilig» über «ich mag ihn eben nicht» bis zu «der hat mich blöd angeguckt» reichen, sagt Moesch. «Die Gründe sind oft sehr banal», so der Mediensprecher weiter.

Opfer melden sich nicht
Ein grosses Problem sind teilweise auch Opfer und Zeugen der Taten. Viele würden sich nicht melden, meist aus Angst vor den Tätern. «Diese Tatsache verhindert, dass wir die Täter nicht immer zur Rechenschaft ziehen können», so Moesch. Angst muss man jedoch keine haben, wenn man einen Täter anzeigt.

Die Polizei geht unter dem Stichwort «Nulltoleranz» gegen jegliche Gewalttäter vor. «Die Täter werden bis zur vollständigen Klärung der Tat in Haft genommen», sagt Moesch. Vor Gericht droht den Gewalttätern entweder eine saftige Busse oder gar eine Gefängnisstrafe.

Hinschauen ist wichtig

Die Polizei möchte erreichen, dass die Bevölkerung hinschaut. «Wer eine Gewalttat beobachtet, sollte aus sicherer Entfernung so schnell wie möglich die Polizei alarmieren», so Moesch. Die Polizei kann durch die verstärkte Präsenz innerhalb von wenigen Minuten vor Ort sein.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 11.03.2009 - 16:13:32