Schlag gegen Menschenhandel
Zürich. Die Stapo Zürich hat gestern ausserhalb der Stadt einen Mann festgenommen welchem vorgeworfen wird, ungarische Frauen in der Strassenprostitution am Sihlquai ausgebeutet zu haben.
Die Stadtpolizei Zürich verfolgt mit wachsender Sorge die Entwicklung der Strassenprostitution am Sihlquai, die namentlich durch zunehmend rücksichtloses Freierverhalten sowie einen Preiskampf unter den immer zahlreicher auftretenden Prostituierten, vor allem aus Ungarn, gekennzeichnet ist. Aufgrund dieser Zustände hat die Stadtpolizei in den letzten Monaten ihre Kontrolltätigkeit verstärkt und Ermittlungen aufgenommen.
Sexuelle Ausbeutungen
Gestützt auf die gewonnenen Erkenntnisse konnte am 10. Juni ein ungarischer Staatsangehöriger verhaftet werden, der im Verdacht steht, sich als Menschenhändler betätigt zu haben. Ihm wird vorgeworfen, eine noch nicht genau bestimmbare Anzahl von Frauen, darunter Angehörige der ethnischen Minderheit der Roma, sexuell ausgebeutet zu haben.
Anderer Täter bereits Festgenommen
Bereits am 4. Juni 2008 wurde in Zürich ein ungarischer Staatsangehöriger festgenommen, welcher ebenfalls im Verdacht steht, im Menschhandel tätig zu sein. Mit den Beschuldigten wird sich die auf Menschenhandel spezialisierte Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich befassen.
Die Stadtpolizei Zürich wird die Entwicklung, namentlich durch sichtbare Präsenz, weiterhin aufmerksam verfolgen.



























