
SC Herisau: Nichts zu verlieren
Eishockey. Der Aufsteiger SC Herisau gastiert diesen Samstag, 26. September, 20 Uhr, zum Start der 1. Liga-Meisterschaft beim amtierenden Schweizer Amateur Meister Frauenfeld.
In der ersten Runde der Qualifikation trifft in der 1. Liga traditionell der Aufsteiger auf den Bestrangierten der vergangenen Saison. Für den SC Herisau bedeutet dies, dass er diesen Samstag zum EHC Frauenfeld reisen muss. Der Start hätte also für den Aufsteiger auf dem Papier nicht schwieriger sein können. Doch Roger Nater, SCH-Urgestein und neuer Assistenztrainer, fokussiert auf den positiven Aspekt dieser Affiche: „Wir haben nichts zu verlieren und können ohne Druck aufspielen. Es könnte etwas drin liegen.“ Diese Zuversicht basiert zudem auf der Saisonvorbereitung, die insgesamt positiv verlief. Vor allem gegen spielstarke Teams haben die Appenzeller gut mitgehalten; und Frauenfeld darf zweifellos zu dieser Kategorie gezählt werden.
Bei den Herisauern wird Goalie Marco Mathis fehlen. Ihn plagt eine Rückenverletzung. An seiner Stelle dürfte Dominik Binggeli oder Fabian Dintheer spielen. Letztgenannter stiess auf die neue Saison hin vom 1. Ligisten Uzwil ursprünglich zur 2. Mannschaft des SC Herisau. Ebenfalls fehlen wird (und dies wohl für längere Zeit) Verteidiger Sandro Bleiker. Er zog sich bei einem Freundschaftsspiel mit dem SC Rheintal, für den er dank einer B-Lizenz spielberechtigt ist, einen doppelten Schlüsselbeinbruch zu.
Gespannt werden die Fans auf den ersten offiziellen Auftritt der neuen SCH-Spieler sein. Für Center Philipp Meier dürfte es ein besonderes Erlebnis sein, trifft er doch auf seine letztjährigen Teamkollegen. Mit ihnen gewann er den Titel des Amateur-Schweizer-Meisters. Die Thurgauer setzten sich im Final der besten 1. Liga-Mannschaften gegen den HC Star Lausanne durch. Meier ist bei den Ausserrhodern nicht der einzige mit einer speziellen Beziehung zum Auftaktgegner. Lukas Hofer und Trainer Yves Narbel haben ebenfalls eine Frauenfelder Vergangenheit.