SC Herisau: Mit Vlk und Dolana zum Ligaerhalt

Eishockey. Der 1.-Liga-Aufsteiger SC Herisau strebt mit einem stark erneuerten Kader den Klassenerhalt in der am Samstag beginnenden Meisterschaft an.

Die beiden tschechischen Neuverpflichtungen Roman Dolana und Petr Vlk tragen klingende Namen. Bereits ihre Väter trugen das Trikot des Ausserrhoder Traditionsvereins.

Anfang der 1990er-Jahre gingen die damaligen tschechoslowakischen Nationalspieler Libor Dolana und Petr Vlk erfolgreich für den SC Herisau in der NLB auf Punktejagd. 15 Jahre später prangen diese Namen erneut auf zwei Trikots des Ausserrhoder Traditionsvereins. Dem jetzigen Erstligisten ist es gelungen, nach Roman Dolana mit Petr Vlk Junior einen zweiten Sohn der ehemaligen Starspieler zu verpflichten. Dies gab SCH-Präsident Markus Bachschmied an der Medienorientierung am Montag im Hinblick auf die am Samstag beginnende Meisterschaft bekannt. „Petr Vlk ist genau der Stürmertyp, den wir gesucht haben“, sagte der ehemaligen NLA-Spitzengoalie.

Petr Vlk ist mit seinen 1,80 Meter und 80 Kilogramm ein physisch starker Spieler. Wie Roman Dolana ist er in der Tschechischen Republik aufgewachsen, gilt eishockeytechnisch jedoch ebenfalls als Schweizer, weil er als Kind im Appenzellerland die erste Lizenz gelöst hat. Der 22-Jährige stösst vom NLB-Club Young Sprinters Neuchâtel zum SCH. Bei den Neuenburgern absolvierte er die gesamte Vorbereitung und kam in den ersten beiden Meisterschaftsspielen zum Einsatz.

Ziel Ligaerhalt
Auch mit der am Wochenende perfekt gemachten Verpflichtung Vlks bleibt der Aufsteiger mit beiden Füssen auf dem Boden. „Unser Ziel ist klar der Ligaerhalt“, sagte Markus Bachschmied. Es werde Rückschläge geben, diese werden den Verein aber nicht aus der Ruhe bringen. Der Neuzugang von Vlk ist nicht die einzige Mutation im Kader der Ausserrhoder wenige Tage vor Saisonbeginn. Als eine Art Rückkehr meldete Sportchef Reto Roveda, André Dintheer werde mit einer B-Lizenz wieder für den Verein spielen. Der Stürmer verabschiedete sich im Sommer Richtung Westen, um an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel ein Studium zu beginnen. Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass es ihm möglich ist, regelmässig mit seinen alten Mitspielern zu trainieren und zu spielen.

Williges Kader
Der SC Herisau nimmt die neue Meisterschaft mit einem stark veränderten Kader in Angriff: Zurückgetreten sind unter anderem Fabrizio Ciofalo, Ruedi Forster und Stefan Gähler. Neu hinzugekommen sind zehn Spieler, etwa Nathanaël Kölliker, Philipp Meier, Marco Mathis sowie die beiden Tschechen. Die Neuen haben in der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterlassen, so Reto Roveda. Sie seien willig und bereit, Verantwortung zu übernehmen. Die Transfertätigkeit ist noch nicht abgeschlossen. Weiterhin sind die Herisauer auf der Suche nach einem Verteidiger.

Die Vorbereitung wird als gut bezeichnet. Sie sei so verlaufen, wie man sich das vorgestellt habe, sagte Roger Nater, der heuer Trainer Yves Narbel als Assistent zur Seite steht. Der SC Herisau bestritt insgesamt neun Vorbereitungsspiele, vorwiegend gegen gleichklassige Gegner. Die Bilanz fällt positiv aus. Sieben Begegnungen gewannen die Herisauer, zwei gingen verloren. Die Tests haben gemäss Roger Nater aufgezeigt, dass seine Mannschaft spielerisch bestehen könne. Im physischen Bereich müsse sie noch Fortschritte machen.

Den SCH erwarten heuer viele interessante Spiele. Er trifft unter anderem auf Uzwil, Wil, Winterthur, Weinfelden oder die Pikes Oberthurgau. Roger Nater rechnet mit vielen engen Begegnungen, in denen die Tagesform entscheiden werde. Zum Saisonstart am kommenden Samstag treffen die Appenzeller gleich auf einen harten Brocken. Sie gastieren beim amtierenden Amateur Schweizer Meister Frauenfeld. Das erste Heimspiel bestreiten sie am 3. Oktober gegen Ceresio. Das Partnerteam des HC Lugano schlugen die Ausserrhoder in der Vorbereitung 3:2.

Appenzell Ausserrhoden / 21.09.2009 - 11:17:59
Exit mobile version