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SC Herisau: Heisses Spiel gegen Pikes

Eishockey. Morgen Samstag, 9. Januar, 17 Uhr, trifft der Erstligist SC Herisau auf die Pikes Oberthurgau.

Das Duell ist brisant: Zwischen den Pikes Oberthurgau und dem SC Herisau besteht eine Rivalität, die zwar nicht so alt ist wie die zwischen den Appenzellern und den Uzwilern aber trotzdem sehr ausgeprägt ist. Unter anderem duellierten sich die Thurgauer und die Herisauer  in der Saison 2007/2008 in einer sehenswerten Finalserie um den Aufstieg in die 1. Liga.
Das nun anstehende Duell hat kurz vor Weihnachten zusätzlichen Zündstoff erhalten: Der Einzelrichter hiess den Pikes-Protest aus dem Hinspiel gut und verwandelte den Herisauer 6:5-Sieg im Hinspiel in eine 0:5-Forfait-Niederlage. Dagegen hat die SCH-Clubleitung rekurriert. Ein Entscheid des Verbandes wird vor Beginn der Masterround erwartet.

Aufruf an die Fans
Unter diesen Voraussetzungen darf heute mit einem heissen Spiel gerechnet werden. Die Herisauer Vereinsleitung versucht jedoch, die Gemüter zu beruhigen. Sie fordert deshalb die SCH-Fans auf, auf die unter anderem in Internet-Foren diskutierten Boykott- und anderen unsportlichen Aktionen beim Auswärtsspiel in Romanshorn zu verzichten. „Die Forfait-Niederlage darf von den Fans nicht zum Anlass genommen werden, am kommenden Samstag im Romanshorner Eisstadion durch unfaires Verhalten, den Spielbetrieb zu stören oder dem Heimclub Schaden beifügen zu wollen. Der SC-Herisau-Vorstand fordert seine Fans hiermit auf, auf Boykott- und andere unsportliche Aktionen zu verzichten“, so Vereinspräsident Markus Bachschmied, der sich zudem im Namen des Clubs von jeglicher Art Gewalt distanziert. „Es geht hier letztlich um Sport und der soll auf dem Eis ausgetragen werden. Letztlich würde Vandalismus nicht nur dem Lokalclub schaden, sondern auch dem SC Herisau.“ Die Ausserrhoder werden mit einem zusätzlich zehnköpfigen Team aus der eigenen Platzorganisation nach Romanshorn fahren, das den Sicherheitsleuten dort helfend zur Seite steht.

Start geglückt
Den Herisauern ist der Start ins neue Jahr geglückt. Im ersten Spiel schlugen sie auswärts den Spitzenclub Winterthur verdient mit 4:2-Toren. In der zweiten Begegnung überzeugte der Aufsteiger zwar spielerisch nicht mehr ganz, doch er bewies eine ausgezeichnete Moral. Das Team von Trainer Patrick Henry machte am Dienstag nach verschlafenem Start einen 0:3-Rückstand gegen Weinfelden wett und gewann schliesslich im Penaltyschiessen zwei wichtige Punkte im Kampf um den Ligaerhalt. Trotzdem reisen die Appenzeller als Aussenseiter nach Romanshorn. In der Tabelle liegen mehr als zwanzig Punkte zwischen den Rivalen. Herisau ist mit 18 Punkten elfter, die Oberthurgauer mit 40 Dritte.

Pikes überzeugend

Die Pikes haben in den letzten Partien mehrheitlich überzeugt. Aus neun Spielen resultierten sieben Siege, unter anderem ein 6:3 gegen Leader Dübendorf am 3. Januar. Doch im zweiten Spiel unterlagen sie Winterthur 2:6. Das Prunkstück des Teams von Mike Richard ist die Offensive. Sie hat bisher 100 Tore produziert. Nur Dübendorf ist treffsicherer. Die Stärke zeigt sich in der Topscorer-Wertung: Mit Strasser, Schneller und Peer belegen gleich drei Pikes-Stürmer die ersten fünf Plätze. Bester Herisauer Schütze ist Roman Dolana. Der Tscheche ist 14. (pd)

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 08.01.2010 - 10:04:39