
SC Herisau: Erneut ein schweres Spiel
Eishockey. Am Samstag, 17.30 Uhr, gastiert der Erstligist SC Herisau beim EHC Bülach. Die Zürcher wollen nach Jahren des Mittelmasses wieder eine Protagonistenrolle übernehmen.
Der Meisterschaftsauftakt des 1.-Ligisten SC Herisau hat es in sich: Nach den beiden schweren Spielen gegen Frauenfeld und Ceresio treffen die Ausserrhoder am Samstag, 10. Oktober, 17.30 Uhr, auswärts auf den EHC Bülach. Die Zürcher sind mit einem Sieg und einer Niederlage in die neue Meisterschaft gestartet. Das erste Spiel gewannen sie gegen die starken Pikes Oberthurgau auf fremden Eis nach Verlängerung mit 4:3. Dabei zeigten die Zürcher Moral: Sie holten im letzten Abschnitt einen 1:3-Rückstand auf. Die Heimpremiere vor einer Woche war weniger erfolgreich. Gegen den amtierenden Amateur-Schweizer-Meister Frauenfeld verlor der EHC Bülach 3:4. Ein besseres Resultat lag jedoch durchaus im Bereich des Möglichen. Die Zürcher haderten am Schluss der Begegnung mit der schlechten Chancenauswertung.
Auf diese Saison hin haben sich die Zürcher verstärkt. Mehrere neue Spieler wurden geholt. Unter neuer Führung will der Partnerclub der Kloten Flyers heuer in der 1.Liga wieder eine Protagonistenrolle übernehmen. In den letzten zehn Jahren schaffte der ehemalige NLB-Club nur gerade drei Mal die Playoff-Qualifikation. Diesmal strebt man einen Rang unter den ersten Sechs an.
Tagesform entscheidend
Für Herisau wird es wieder ein schweres Spiel. SCH-Assistenztrainer Roger Nater schätzt die Bülacher als starke Gegner ein. Trotzdem: Die Tagesform sei entscheidend, sagt er. Zudem habe man die Zürcher in der Vorbereitung schon geschlagen. Für einen Punktgewinn müssen sich die Appenzeller aber steigern. Dafür muss die Fehlerquote verringert werden, vor allem in der Defensive. Gefordert sind jedoch nicht nur die Verteidiger, sondern auch die Stürmer.«Die gesamte Mannschaft muss besser agieren. Die Verteidigung beginnt im Sturm», sagt Roger Nater.
Aber auch in der Offensive kann und muss sich der SCH steigern, will er in Bülach realistische Aussichten auf einen Punktgewinn haben. Zwar erspielten sich die Appenzeller in den beiden bisherigen Partien viele Chancen, doch zu viele wurden nicht genutzt.
Homberger angeschlagen
Im Spiel gegen den EHC Bülach kann das Herisauer Trainergespann erneut auf die Dienste von Ruedi Forster zählen. Janick Diener wird jedoch weiterhin wegen der Schulterverletzung, die er sich im Spiel gegen Frauenfeld zuzog, fehlen. Der Captain dürfte in der nächste Woche das Eistraining aufnehmen. Möglichweise kehrt er im Spiel gegen Arosa vom 17. Oktober zurück. Das Pech in der Verteidigung hält sich beim SCH hartnäckig. Neu ist Kevin Homberger angeschlagen. Er zog sich im Spiel mit den Junioren eine Rückenprellung zu. Sein Einsatz ist aber nicht gefährdet.
Goalie Marco Mathis muss weiterhin auf seinen ersten Meisterschaftseinsatz warten. Die Entzündung am Rücken scheint abgeklungen, auch er wird nächste Woche wieder mit dem Eistraining beginnen. Im Sturm kehrt Dominik Brem zurück. Wegen Semesterprüfungen fehlte er zwei Wochen.