SC Herisau deklassiert den Ligafavoriten
Eishockey. Der SC Herisau schlug den Ligafavoriten, die Pikes aus Romanshorn mit 7:3 Toren.
Das Resultat täuscht und hätte auch andersrum herauskommen können. Der starke Herisauer Torhüter Remund sowie die offensiv effizientere Ausbeute machte den letztlich klaren Unterschied aus.
Zu Beginn kalt geduscht
Das Spiel war keine Minute alt als der haushohe Favorit aus Romanshorn durch Tor von Mettler mit 0:1 in Führung ging. Doch die Appenzeller liessen sich nicht aus der Ruhe bringen und brachten ihre zahlreichen Angriffe mit immer grösserer Wirkung gefährlich vor’s gegnerische Tor. Noch vor Drittelsende gelang dann auch die 2:1 Führung durch Tore von Hofer und Thür.
Entscheidung durch Flotiront und Hauser
Das zweite Drittel begann wie das erste aufhörte. Chancen hüben wie drüben. Es war bis zur 34, rsp. 38 Minute kein klarer Ausgang der Partie auszumachen, bis dann durch einen Rush von Topskorer Flotiront die erneute 3:2 Führung für die Platzherren gelang. In der 38 Minute konnte Hauser mit einem erneuten Hammerweitschuss auf 4:2 erhöhen. Das war dem Gästetorhüter Dietschweiler zuviel der ab dem letzten Drittel durch Steve Frischknecht ersetzt wurde. Spätestens seit dem zweiten Drittel weiss jeder, dass jede Mannschaft einen überdurchschnittlichen Torhüter braucht. Herisauer hat diesen in der Personalie Remund auf jeden Fall. Besonders in verschiednen Druckphasen der Pikes behielt dieser ständig die Nerven und Übersicht.
Hinten dicht – vorne gelang (fast) alles
Einen Spieler aus Herisauer Sicht an diesem Abend hervorzuheben war schwierig. Enzler wie Flotiront schossen je ihre beiden Tore, Stöhr, Thür und Moser kamen zu ihren ersten Punkten aber auch die Verteidigung unter der Führung von Wild, Forster und Diener behielt auch in schwierigen Unterzahlphasen die Oberhand. Lobenswert aber auch die 3. Linie, welche durch grossen Kampfeinsatz den Gegner mürbe machte.
Alles in allem ein sensationeller Auftritt der Appenzeller, die in dieser Verfassung wohl nur einen ernsthaften Gegner haben dürften, nämlich sich selber. Nach zwei Spielen gegen Ligamitfavoriten darf man feststellen, der Kader des SC Herisau 2007-2008 ist sehr ausgeglichen. Es schiessen mehr als zwei Linien Tore und die dritte Linie kann, wie die gesamte Mannschaft überhaupt, das Tempo hochhalten und den Gegner mürbe machen. Von dieser Mannschaft darf man, wenn es so weiter geht, noch Grosses erwarten.



























