Sattelschlepper stürzt auf der Autobahn auf die Gegenfahrbahn: Zwei Verletzte / Autobahn A2 die ganze Nacht komplett gesperrt
Pratteln/BL. Auf der Autobahn A2 bei Pratteln BL, auf dem meistbefahrensten Autobahnabschnitt der Schweiz, kam es am späten Dienstag abend, 27. November 2012, gegen 20.50 Uhr, zu einem schweren, spektakulären Verkehrsunfall. Ein Sattelschlepper mit italienischen Kennzeichen stürzte um und geriet auf die Gegenfahrbahn.
Neben dem Sattelschlepper waren vier Personenwagen betroffen. Der 37-jährige Lastwagenfahrer wurde schwer verletzt, eine 40-jährige Lenkerin eines der betroffenen Autos auf der Gegenfahrbahn leicht verletzt. Nähere Angaben zu den Gesundheitszuständen sind derzeit nicht möglich.
Die Autobahn A2 war in beiden Richtungen während über acht Stunden bis am frühen Mittwoch Morgen um 05.20 Uhr komplett gesperrt. Ab dann standen pro Fahrtrichtung je wieder zwei von je drei Fahrspuren zur Verfügung, ab 07.40 Uhr waren in beide Richtungen wieder alle drei Fahrstreifen normal befahrbar. Bis dahin gab es im Morgen-Berufsverkehr massive Staus und aus diversen Richtungen lange Wartezeiten und Geduldsproben. Zudem kam es im Stau und Kolonnenverkehr zu mehreren Auffahrkollisionen; über Verletzte ist nichts bekannt.
Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft verlor der Lenker des Sattelschleppers mit italienischen Kennzeichen rund 400 Meter nach der Raststätte Pratteln BL in Fahrtrichtung Basel aus noch ungeklärten Gründen die Herrschaft über den Sattelschlepper. In der Folge geriet der Sattelschlepper auf der insgesamt sechsspurigen Autobahn ausser Kontrolle und stürzte auf die Mittelleitplanke sowie auf die Gegenfahrbahn. Der Chauffeur des Sattelschleppers musste mit schwersten Verletzungen durch die Sanität Liestal ins Spital eingeliefert werden.
In einem Personenwagen, welcher auf der Gegenfahrbahn in Richtung Bern/Luzern unterwegs war und vom umgestürzten Sattelschlepper partiell getroffen wurde, wurde eine Frau verletzt. Auch sie befindet sich im Spital, gemäss letzten Informationen wurde sie jedoch nur leicht verletzt.
Der Sattelschlepper führte 22 Tonnen (22'000 Liter) Olivenöl mit; rund 14 Tonnen davon liefen auf die Fahrbahn und sorgten für äusserst rutschige Verhältnisse. Die acht Tonnen Olivenöl, welche im Sattelschlepper zurück blieben, wurden fachgerecht abgepumpt. Für Mensch und Umwelt bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.
Der Unfallort erstreckte sich über rund 200 Meter, dementsprechend gross war das Trümmerfeld. Die Unfallursache ist unklar und Gegenstand von laufenden Abklärungen durch verschiedene Behörden.
Der an den involvierten Fahrzeugen, der Mittelleitplanke und der Fahrbahn entstandene Sachschaden ist enorm, lässt sich noch nicht abschliessend beziffern, beläuft sich aber sicher auf mehrere 100'000 Franken.
Für die Dauer der äusserst komplexen und aufwändigen Bergungsarbeiten und Reinigungsarbeiten blieb die Autobahn A2 zwischen den Anschlüssen Pratteln und Liestal die ganze Nacht hindurch für mehr als acht Stunden bis um 05.20 Uhr (Mittwoch, 28. November 2012) komplett und in beide Richtungen gesperrt. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. In der Anfangsphase kam es zu erheblichen Rückstaus und Wartezeiten, bis die Fahrbahnen geräumt waren. Ab 05.20 Uhr standen pro Fahrtrichtung je wieder zwei von je drei Fahrspuren zur Verfügung, ab 07.40 Uhr waren in beide Richtungen wieder alle drei Fahrstreifen normal befahrbar. Bis dahin gab es im Morgen-Berufsverkehr massive Staus und aus diversen Richtungen lange Wartezeiten und Geduldsproben. Zudem kam es im Stau und Kolonnenverkehr zu mehreren Auffahrkollisionen; über Verletzte ist nichts bekannt.
Wegen dieses schweren, spektakulären Unfalls kam es vor Ort zu einem mehrstündigen Grosseinsatz, in welchen rund 100 Rettungskräfte der verschiedensten Organisationen involviert waren. Vor Ort waren: Feuerwehr Pratteln, Chemiewehr Baselland, Oelwehr Baselland, Feuerwehr-Inspektorat Basel-Landschaft, Amt für Umweltschutz und Energie Basel-Landschaft, Sanität Liestal, Polizei Basel-Landschaft sowie die Nationalstrassen Nordwestschweiz AG (NSNW). Das Ereignis wurde durch einen Schadenplatz-Kommandanten des Kantons Basel-Landschaft geführt.



























