Samariter wählen Brocker in Vorstand
Teufen. Thomas Brocker, Präsident des Samariterverbandes beider Appenzell, ist neu Mitglied des Zentralvorstandes des Schweizerischen Samariterbundes (SSB).
Die SSB-Abgeordnetenversammlung wählte ihn am 1. Juni in Brig-Glis VS.
Der 38jährige Thomas Brocker leitet seit 2006 den Samariterverband beider Appenzell. Er ist Vater von drei Kindern und Mitinhaber einer Firma, die in Teufen AR Architektur und Baumanagement anbietet. Als Projektleiter der Schweizerischen Samariterwettkämpfe 2003 in Teufen wurde Thomas Brocker in der ganzen Samariterbewegung bekannt. Die Wahl in Brig-Glis erfolgte einstimmig.
Der Appenzeller ersetzt im Zentralvorstand die vorzeitig zurückgetretene Antia Tschaggelar, Bern. Zur neuen SSB-Vizepräsidentin erkoren die Abgeordneten ausserdem Bernadette Bachmann, Pfäffikon SZ.
Zur Debatte stand weiter das Projekt zur Erneuerung der verbandsinternen Kommunikation, das deutlich angenommen wurde. Der SSB will die Aktivmitglieder der Samaritervereine mit neuen Instrumenten (Newsletter, Verbandszeitung für alle) gezielter erreichen und die Finanzierung der Kommunikation neu aufgleisen.
Neuer Schub für die Samaritervereine
Der Samariterbund will sich in den nächsten Jahren auf die Stärkung der ihm angeschlossenen Samaritervereine und ihrer Vorstände konzentrieren. Zu diesem Zweck hat die Dachorganisation der 1200 Samaritervereine die Strategie 2012 ausgearbeitet. Diese ist darauf ausgerichtet, in der Schweiz ein flächendeckendes Netz an leistungsfähigen Samaritervereinen zu erhalten, denn in den letzten zehn Jahren sank die Zahl der Samaritervereine von 1329 auf den heutigen Stand.
Am Samariterkongress vom 31. Mai und 1. Juni in Brig-Glis verwandelten die rund 300 Vertreterinnen und Vertreter von Samaritervereinen die Forderungen der Strategie in konkrete Massnahmen für ihren Vereinsalltag. Checklisten für Mitgliederwerbeaktionen wurden ebenso erarbeitet wie detaillierte Formen der Zusammenarbeit zwischen benachbarten Vereinen.
Mit ihrem Fachgebiet befassten sich die Samariterinnen und Samariter am späten Samstag Abend. Unter dem Motto „Retter zum Anfassen“ präsentierten die Walliser Rettungsorganisationen den Laienhelfern aus der ganzen Schweiz sowie der interessierten Bevölkerung sich und ihre Einsatzmittel.



























