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SAK ist in die Strommarktöffnung gestartet

Die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG konnte an der 94. Generalversammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Der Strommarkt ist in Bewegung – die Liberalisierung des Marktes hat am 1. Januar 2008 begonnen. Die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK) haben sich rechtzeitig auf diese Marktöffnung vorbereitet und konnten an der 94. Generalversammlung vom 29. Februar 2008 in Gonten auf ein erfolgreiches Jahr zurückschauen.

«Das globale Umfeld der Elektrizitätswerke ist in Bewegung geraten. Sie bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Technologie und Ökologie. Alle diese Bereiche haben in den letzten Jahren die Beziehung zur Elektrizität hinterfragt und neu definiert», erklärte Hans Ulrich Stöckling, Verwaltungsratspräsident der SAK zur Eröffnung der Generalversammlung. Die Antworten der Strombranche auf diese Veränderungen seien umfassend und vielschichtig und haben auch die SAK im vergangenen Jahr gefordert.

Öffnung des Strommarktes
Seit dem 1. Januar dieses Jahres wird der Markt schrittweise geöffnet. Die SAK beschäftigen sich seit langem mit dieser Marktöffnung. Es galt, neue Eigentümerstrategien und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Daraus entstanden sind zentrale Projekte wie die Einrichtung einer Beschaffungsplattform, die Etablierung von Vertriebssystemen oder die Einführung eines neuen ERP mit der Softwarelösung SAP. Die Marktöffnung wird für die SAK auch im kommenden Geschäftsjahr das zentrale Thema sein. Als Ziel nannte Hans Ulrich Stöckling, rechtzeitig die notwendigen Plattformen und Strukturen zur Sicherstellung der Stromversorgung bereitzustellen. Und dies mit günstigen, sicheren und solidarisch getragenen Netzen, aber auch mit günstiger und in genügender Menge vorhandener Energie.

Milder Winter lässt Stromverbrauch sinken
Der Energieverkauf an die Endkunden Industrie Mittelspannung nahm im Berichtsjahr um 0.79 Prozent ab. (225.1 GWh). Auch die Lieferungen an die Haushalte und das Gewerbe verzeichneten einen Umsatzrückgang von insgesamt 4.54Prozent (444.3 GWh). Diese Rückgänge sind vor allem auf den aussergewöhnlich milden Winter zurückzuführen. Insgesamt nahm der Energieumsatz im Berichtsjahr um 0,8 Prozent auf 2’845 Millionen kWh ab. 19.2 Prozent des von den SAK gelieferten Stromes ist erneuerbare Energie.

Auf europäischer Ebene stiegen die Strompreise leicht an. Die Energiebeschaffung bei ihrem Produzenten Axpo machte es den SAK möglich, ihren Kunden weiterhin attraktive Energiepreise anzubieten.

Gewinnverwendung
Der ausgewiesene Reingewinn im Berichtsjahr 2006/2007 der SAK beträgt 28,8 Millionen. Die Generalversammlung genehmigte den Antrag des Verwaltungsrates, eine Dividende von 700 Franken pro Aktie auszuschütten. Zusätzlich wird die im Reingewinn enthaltene Dividende der Axpo Holding AG von 17,5 Millionen an die Aktionäre weitergeleitet. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozent erhöht. Diese Erhöhung resultiert einerseits aus dem höheren Wert der Anlagen, entstanden durch im Berichtsjahr getätigte Investitionen von 25,7 Millionen und andererseits aus dem höheren Eigenkapital.

Erfolgreiche Aktionen «Bergbahnen» und „«änger günstiger Strom» Im Juni 2007 wurde die Aktion Bergbahnen mit acht Bahnen in den Kantonen St. Gallen und beiden Appenzell gestartet. Dabei haben die Privatkunden der SAK die Möglichkeit, eine vergünstigte Fahrt bei den beteiligten Bergbahnen zu geniessen. Bis heute haben tausende von Kunden von diesem Angebot, das noch bis Sommer 2008 gültig ist, Gebrauch gemacht. Die aktive Beziehungspflege mit allen Kundensegmenten wird bei den SAK auch künftig einen wichtigen Stellenwert haben.

Mit der Kampagne «Länger günstiger Strom» haben die SAK am 1. Oktober 2007 die vereinfachte Struktur der Erfassungszeiten kommuniziert. Als schweizweit erstes Energieunternehmen hat die SAK die Schwachlastzeit von abends 19 Uhr bis morgens 7 Uhr und über das ganze Wochenende ausgeweitet.

Neue Revisionsgesellschaft und Mitglieder im Verwaltungsrat
An der 94. Generalversammlung der SAK traten Hermann Fässler (Mitglied seit 1997) sowie Ernst Hanselmann (seit 2002) als Verwaltungsratsmitglieder zurück. Neu gewählt wurden der St.Galler Regierungsrat Josef Keller sowie Daniel Gut, Gemeindepräsident von Buchs. Die weiteren bisherigen Mitglieder des Verwaltungsrates sowie der Präsident wurden in ihrem Amt bestätigt. Als neue Revisionsgesellschaft wurde Ernst &Young gewählt.


Die SAK auf einen Blick
Die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK) sind ein regionales Energieverteilunternehmen der Kantone St.Gallen und beider Appenzell. Sie besitzen sieben Kraftwerke, 37 Unterwerke und 930 Trafostationen und betreiben ein Verteilnetz mit einer Stranglänge von über 1’200 Kilometern in Mittelspannung und 3’000 Kilometern in Niederspannung sowie ein eigenes leistungsfähiges Kommunikationsnetz.

Mit rund 250 Mitarbeitenden in vier Bereichen decken die SAK die ganze Wertschöpfungskette von der Energiebeschaffung über den Bau, Betrieb und die Instandhaltung von Netzanlagen und Kraftwerken bis zum Vertrieb und Verrechnung der Energielieferungen ab. 90 lokale Energieverteil-Unternehmen, 170 Industrieunternehmen und 63’000 Haushalte beziehen von den SAK Energie. Direkt oder indirekt beliefern sie rund 400’000 Menschen mit elektrischem Strom.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 29.02.2008 - 16:55:00