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Sabine Gäumann neue Präsidentin

Der Reformierte Pfarrverein des Kantons Thurgau steht unter neuer Präsidentschaft. Sabine Gäumann übernimmt das Amt.

Der Pfarrverein ist die Interessensvertretung der evangelischen Pfarrerschaft und zugleich ein Forum, in dem über die Herausforderungen an die Landeskirche in den kommenden Jahren nachgedacht wird. Die Jahrestagung vom vergangenen Mittwoch in Dussnang wurde beiden Belangen gerecht. Im Rahmen dieses Anlasses hielt auch der Kirchenboteverein, der den Kirchenbote herausgibt, seine jährliche Versammlung ab.

Die Jahrestagung begann mit erfreulichen Informationen aus der PERKOS, der Pensionskasse evanglisch-reformierter Kirchen der Ostschweiz. Pfr. Harald Ratheiser konnte von einer Deckung von 117 Prozent berichten, und dank der guten Geschäftslage konnte das Kapital der Versicherten letztes Jahr sogar mit drei Prozent, also ein halbes Prozent über dem Obligatorium, verzinst werden.

Vortrag über Kirchenmarketing
Pfarrer Andreas Gäumann, der ein Nachdiplomstudium in „Wirtschaft“ absolviert hat, setzte sich in seinem Vortrag mit Kirchenmarketing auseinander und zeigte, dass mit einer Segmentierung der „Kunden“ „kundennahere“ Gottesdienste konzipiert werden können. Gäumann arbeitete dabei mit den sogenannten Sinus-Milieus, einer Typologie, die von zehn unterschiedlichen Lebenswelten in unserer Gesellschaft ausgeht.

Nebst den statuarischen Geschäften waren Wahlen an der Jahresversammlung ein wichtiges Thema. Iris Siebel, Interimspräsident Bruno Wiher und Aktuar Andreas Gäumann traten aus dem Vorstand zurück. Einstimmig wurde die Sabine Gäumann (Steckborn) zur neuen Präsidentin gewählt. Ausserdem konnten Richard Ladner (Hüttwilen) und Christian Scharpf (ab 1. August in Bussnang) für die Vorstandsarbeit gewonnen werden.

Memorandum zur Aufsichtskommission
Lebhafte Diskussionen verursachte das auf sehr positive Resonanz stossende Memorandum zur Aufsichtskommission (die Kommission in den Kirchgemeinden zur Beaufsichtigung der Pfarrpersonen), das der Pfarrverein im Rahmen der Revision der Kirchenordnung verfasst hatte.

In diesem vorgängig verschickten Papier lädt der Pfarrverein den Kirchenrat ein, die Gesetzgebung zu präzisieren und eine Personalombudsstelle einzurichten. Der Pfarrverein kritisiert den überholten, autoritären Führungsstil, den die bisherige Gesetzgebung und Ausführungsrichtlinien der Landeskirche widerspiegeln, und favorisiert einen modernen, kooperativen Führungsstil. Insbesondere wünscht sich der Pfarrverein, dass der Kirchenrat deutlich mehr Gewicht dem gemeinsamen Gespräch zwischen Aufsichtskommissionen und Pfarrpersonen zumisst.

Jahrestagung des Kirchenbotevereins
Die Jahresrechnung des Kirchenbotevereins schloss erneut mit einem erheblichen Überschuss ab, so dass der Abonnementpreis leicht gesenkt werden konnte. Aus dem ausschliesslich mit Pfarrpersonen besetzten Vorstand trat der Präsident Thomas Michel (Wigoltingen) sowie Hermann Maywald (Amriswil) und Anita Kohler (Münchwilen) zurück. Das Wirken des Präsidenten wurde besonders gewürdigt. Vertreter der Druckerei Huber Print AG stellten das System „diretto“ vor, das erhebliche Verbesserungen bei der Produktion der Gemeindeseiten mit sich bingt.

ThurgauThurgau / 24.04.2008 - 16:27:00