• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

Rund 400’000 Franken Überschuss

Rehetobel. Die Rechnung 2007 schliesst positiv, und der Trend bei der Steuerkraft lässt die Gemeinde positiv in die Zukunft blicken.

Die Laufende Rechnung 2007 «allgemeiner Gemeindehaushalt» schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 394’658 Franken ab. Die Spezialfinanzierungen Wasserversorgung und Gewässerschutz schliessen schlechter als budgetiert ab. Die Spezialfinanzierungen Gemeindealtersheim und Feuerwehr übertrafen hingegen die Erwartungen mit deutlichen Besserabschlüssen. Ingesamt konnte bei den Spezialfinanzierungen ein Besserabschluss von 33’227 Franken erzielt werden. Das Eigenkapital der Einwohnergemeinde beträgt per 31.12.2007 knapp 1,18 Mio. Franken. Die Abschreibungen wurden ordnungsgemäss vorgenommen. Der Ertrag aus dem Nationalbankgold im Betrage von 1,6 Mio. Franken wurde für einmalige Sonderabschreibungen und zur Schuldentilgungen verwendet.

Die Steuerkraft wächst
Nach etlichen Jahren mit rückläufiger Steuerkraft wächst diese nun seit 2006 wieder. Sie ist von 650 Franken im Jahr 2006 auf 702 Franken pro Einwohner/in angewachsen, also um 52 Franken bzw. 8 % (im Jahre 2006 waren es +40 Franken bzw. +6,5 %). Rehetobel konnte sich steuerkraftmässig um zwei Positionen verbessern und liegt nun an 5. Stelle im Kanton. Der kantonale Durchschnitt liegt knapp 3 % höher, bei 722 Franken pro Einwohner/in und pro Steuereinheit. Mit einem Steuerfuss von 3,9 Einheiten liegt Rehetobel nach wie vor an drittbester Stelle im Kanton.

Die detaillierte Jahresrechnung mitsamt GPK- und Verwaltungsbericht kann bezogen werden bei der Gemeindeverwaltung Rehetobel (Frau Cornelia Nauer, 071 878 70 25) sowie im Internet eingesehen oder heruntergeladen werden (www.rehetobel.ch ? «Verwaltung» ? Publikationen ? Finanzen). Die Referendumsfrist beträgt 30 Tage und dauert noch bis am 02.06.2008. Während dieser Frist können wenigstens 50 Stimmberechtigte die Urnenabstimmung über die Jahresrechnung 2007 verlangen.

Beitragserhöhung Schwimmbad
Schon in der Abstimmungsbotschaft vom 26.02.2006 betreffend Investitionsbeitrag zur Schwimmbad- und Sportplatzsanierung erklärte der Gemeinderat (Zitat): «Der Gemeinderat geht davon aus, dass sich die Betriebskostensubventionen im Rahmen von jährlich 30’000 Franken halten werden.»

Angesichts des provisorischen Rechnungsabschlusses beantragte die Schwimmbadgenossenschaft am 05.10.2007 die Erhöhung des Gemeindebeitrages auf neu 30’000 Franken. Der Gemeinderat konnte bislang nicht auf das Gesuch eintreten, weil er zuerst die Bauabrechnung, die Bilanz 2007 und die Erfolgsrechnung 2007 sowie den Revisorenbericht einsehen wollte. Diese Unterlagen liegen inzwischen vor und das Beitragsbedürfnis erscheint auch angesichts des Voranschlages 2008 als gegeben.

Der Gemeinderat gewährte deshalb einen Nachtragskredit von 11’000 Franken zu Lasten der Laufenden Rechnung 2008. Die Schwimmbadgenossenschaft erhält somit von der Gemeinde im Jahr 2008 einen Betriebskostenbeitrag von insgesamt 30’000 Franken. Die Bauabrechnung wird nach der Schwimmbad-Generalversammlung kommuniziert; also voraussichtlich in der Mai-Ausgabe des Rechtobler Gmäändsblattes.

Vermächtnis Bethli Graf-Habegger
Der Gemeinderat konnte erfreut ein Vermächtnis von Bethli Graf-Habegger selig in der Höhe von 5’000 Franken entgegennehmen. Gemäss Widmung der Verstorbenen soll dieses Vermächtnis für den Spitex-Defizitanteil der Gemeinde Rehetobel verwendet werden. Der Gemeinderat ist sehr dankbar für diesen Beitrag, zumal gerade das erst kürzlich genehmigte Budget 2008 der SPITEX Vorderland einen grossen Defizitanteil auch für unsere Gemeinde vorhersagt. Die SPITEX Vorderland erbringt im Auftrag der Gemeinden Heiden, Rehetobel, Wolfhalden, Walzenhausen und Reute während der Ganzen Woche wertvolle Leistungen in der Gesundheits- und Krankenpflege und ermöglicht beispielsweise auch das Zuhausebleiben bei Krankheit und Behinderung. Hauswirtschaftliche Dienstleistungen werden angeboten zur Entlastung der haushaltführenden Person in jedem Alter bei Krankheit, Schwangerschaft, Unfall.

Aktuelle Infos aus dem Gemeindepräsidium
Bezüglich der defizitären Werke «Wasserversorgung» und «Gewässerschutz» hat der Gemeinderat bereits vor Wochen eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche gegenwärtig einen Massnahmenplan zur finanziellen Sanierung entwickelt. Dieser Arbeitsgruppe gehören nebst Behördemitgliedern u.a. auch die Präsidenten der Orsparteien FDP und SVP, der Lesegesellschaft Kaien sowie des Gewerbevereins an. Sie tagte bereits zweimal. Gemäss Projektplan ist vorgesehen, den Massnahmenplan rechtzeitig bis zum Budget 2009 bereitzustellen und zu kommunizieren. Sofern Massnahmen vorgeschlagen werden, die der Stimmbürgerschaft zu unterbreiten wären, könnte dies sinnvollerweise zusammen mit der Budgetabstimmung am 30.11.2008 erfolgen.

Die Arbeitsgruppe Leitbild ist ebenfalls intensiv an der Arbeit. Zu verschiedensten Themen sind bereits SWOT-Analysen erstellt. Diese SWOT-Analysen geben Auskunft über Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken verschiedener Teilsegemente unseres Gemeinwesens. Daraus entstanden sodann Leitsätze und gegenwärtig werden darauf basierende Zielsetzungen definiert. Die breit abgestützte Arbeitsgruppe (siehe Pressemitteilung im Januar-Gmäändsblatt) arbeitet sehr zielstrebig, so dass die 1. Lesung im Gemeinderat mit grosser Wahrscheinlichkeit noch vor den Sommerferien erfolgen kann und die Volksdiskussion anschliessend an die Sommerferien möglich scheint.

Verhandlungen bezüglich Verkauf der östlichen Baulandparzelle (C) beim Lindenbüel (ehemals Berg 919 genannt) sind ebenfalls soweit fortgeschritten, dass der Gemeinderat Vertragsentwürfe absegnen konnte. Somit ist noch die westliche Baulandparzelle (A), welche an den Waldrand grenzt, im Verkauf. Angesichts der doch etwas schwierigen Grundstücksform, einhergehend mit den besonderen topographischen Verhältnissen, sowie aufgrund einer Nachkalkulation der bisherigen Erschliessungskosten konnte sich der Gemeinderat zu einer Preisreduktion entschliessen. Diese Baulandparzelle an bester Aussichtslage ist somit zu attraktivem Preis erhältlich. Allfällige Interessenten wenden sich bitte direkt an Gemeindepräsident Ueli Graf (Tel. 071 878 70 22 / 079 670 25 78 oder E-Mail: ueli.graf@rehetobel.ar.ch). Er steht für Fragen und Besichtigungen (auch samstags) gerne zur Verfügung.

Im Quartierplanverfahren Berg II erging inzwischen ein Verwaltungsgerichtsentscheid. Die Beschwerde der Anwohner wurde teilweise gutgeheissen und der Quartierplan Berg II wurde insofern aufgehoben (Zitat) «als dieser zur Erschliessung der Baubereiche B1 und B2 ab dem Baubereich A2 Fussgängerverbindungen über eine Grünzone gemäss dem noch nicht ans neue Baugesetz angepassten Zonenplan vom 09.01.1996 vorsieht». Die schriftliche Urteilsbegründung des Verwaltungsgerichtes steht noch aus. Erfahrungsgemäss kann dies noch einige Zeit dauern. Gegen das begründete Urteil könnte sodann innert 30 Tagen beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden.

Beim Skaterplatz des Gemeindezentrums sind in nächster Zeit noch letzte Bauarbeiten (insbesondere Sicherheitsmassnahmen aufgrund der bfU-Abnahme) auszuführen, eher dieser Platz seinem Bestimmungszweck übergeben werden kann.

Weitere Baustellen erwachen in den nächsten Tagen aus dem Winterschlaf oder sind bereits «voll im Gang». Gemeindeseits sind dies beispielsweise die Sanierung des Reservoirs Ob dem Holz und die Sanierung des östlichen Teils der Oberstrasse. An der Staatsstrasse wird beim östlichen Dorfeingang ebenfalls intensiv gearbeitet. Private Grossbaustellen sind erkennbar. Das Alters- und Pflegeheim «Krone» saniert Küche und Speisesaal umfassend. Die ortsansässige Transportunternehmung Hansruedi Kast AG erstellt im Würzer/Ausserkaien einen Werkhof. Einfamilienhäuser sind im Bau oder zumindest bewilligt. Die Investitionsbereitschaft hat unverkennbar auch unser Dorf erfasst. Mich freut diese Entwicklung nicht nur fürs Baugewerbe sondern ganz allgemein für unsere Gemeinde. Es ist sind deutliche und gerngesehene Zeichen des Aufschwungs. Allen Einwohnerinnen und Einwohnern, aber auch allen Durchreisenden, danke ich fürs Verständnis, wenn der Baulärm mal etwas intensiver ist oder die Ampel gar lange auf «rot» steht.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 29.04.2008 - 18:29:00