Rund 3.4 Tonnen Honig mit Streptomycin belastet
Frauenfeld. 3395 Kilo Schweizer Honig dürfen nicht verkauft werden, weil sie mit dem Antibiotikum Streptomycin belastet sind.
Das Mittel wurde dieses Jahr erstmals zur Bekämpfung der Obstbaumkrankheit Feuerbrand eingesetzt.
Jährlich werden in der Schweiz laut Statistik der eidgenössischen Forschungsanstlat agroscope Liebefeld-Posieux rund 3600 Tonnen Honig produziert. Die vom Schweizerischen Obstverband genannte Menge des belasteten Honigs macht damit knapp ein Promille der Gesamtmenge aus.
Wie Rolf Matter, Pressesprecher des Obstverbandes, ausführte, wird der kontaminierte Honig noch rund ein Jahr lang gelagert, bevor er vernichtet wird. Der Obstverband entschädigt die betroffenen Imker mit 18 bis 20 Franken pro Kilo nicht verkäuflichen Honigs.
Knapp 3.2 Tonnen des antibiotika-belasteten Honigs stammen aus dem Thurgau. Der Rest lagert in den Kantonen St. Gallen und Bern. Im Thurgau und in St. Gallen war in 47 von insgesamt 791 Honigproben der Grenzwert von 0.1 Milligramm Strepromycin pro Kilo Honig überschritten worden.



























