Rotkreuzgründer wird mit Dunant-Jahr gewürdigt
Heiden/AR. 2010 finden im appenzellischen Heiden zahlreiche Feierlichkeiten zum 100. Todestag von Rotkreuzgründer Henry Dunant statt.
Im Ortszentrum (Schaufenster Tourist-Information/Verkehrsbüro) wird bereits jetzt unübersehbar auf den hochverdienten Humanisten und die entsprechenden Anlässe hingewiesen, und das Dunant-Museum lädt zur ersten Sonderausstellung ein.
Krank, verarmt und von der Welt vergessen, traf der Genfer Henry Dunant im Jahre 1887 in Heiden ein, wo er eine neue Heimat fand. 1895 verfasste Georg Baumberger, Chefredaktor der Zeitung «Die Ostschweiz», den Artikel «Henry Dunant, der Begründer des Roten Kreuzes», der in der deutschen illustrierten Zeitung «Über Land und Meer» erschien. Dank Nachdrucken in Zeitungen vieler Länder wurde die Botschaft «Dunant lebt!» weltweit verbreitet.
Henry Dunant wurde neu entdeckt, rehabilitiert und 1901 mit dem ersten Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Weitere Ehrungen wie etwa die Verleihung der Ehrendoktorwürde der medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg im Jahre 1903 folgten. 1910 verstarb Dunant in Heiden, wo heute Denkmal und Museum an den Rotkreuzgründer erinnern.
Vor 150 Jahren: Schlacht von Solferino
Bereits jetzt kann im Dunant-Museum in Heiden die Sonderausstellung «Von Solferino zum Roten Kreuz – zum 150. Jahrestag der Schlacht von Solferino» besichtigt werden. Auf einer Geschäftsreise in Oberitalien geriet Dunant am 24. Juni 1859 in das Grauen der Schlacht von Solferino und wurde mit dem Elend der sterbenden Soldaten konfrontiert. Während er bis zur Erschöpfung Hilfe leistete, reifte in seinem Kopf jene grosse Vision, die 1863 in Genf zur Gründung des Roten Kreuzes führte. (www.dunant-museum.ch)



























