Romantische Gefängniszellen
Herisau. Ein Erlebnisbericht aus dem Gruppenweekend der Pfader und Pfadisli der Pfadi Herisau.
Freitagabend, gegen 21 Uhr. Plötzlich klingelt es an der Türe von Pascal, Pfadiname Safari. Wer wohl um diese Zeit noch auf Besuch kommen mag?
Normalerweise wäre Safari um diese Zeit im Turnen, doch das Turnen fiel heute Abend aus. So öffnet der Junge die Türe. Ein Polizist und ein Bodyguard stehen vor der Türe. Schlechte Neuigkeiten: Safari kriegt einen Haftbefehl unter die Nase gestreckt, er sei «per sofort festgenommen» und müsse mitkommen ins nächste «Gefängnis». Die beiden Gestalten an der Haustüre sind natürlich nicht echte Polizisten, es sind Safaris Pfadileiter.
So verabschiedet sich der Pfädi zu später Stunde von den Eltern und fährt zum «Gefängnis». Jetzt ist plötzlich klar, wieso das Gepäck schon einen Tag vor dem eigentlichen Lagerbeginn gepackt sein musste, wieso er kein Turnen hatte und wieso sich die Eltern doch einwenig merkwürdig verhielten.
Wie Safari erging es auch den restlichen Pfader und Pfadisli der Pfadi Herisau am Freitagabend. Die Aktion war ein überraschender und atemberaubender Start ins Gruppenweekend zum Thema «im Knast». Gemeinsam verbrachten die Jugendlichen bei schönstem Wetter spannende Stunden rund um Urnäsch. Übernachtet wurde im «Bahnhöfli» und in den Blattendürren. Manch ein Häftling wünscht sich solch romantische Gefängniszellen.
Obwohl sich alle im «Gefängnis» wohl fühlten wurden die Pfädis dann am Sonntagabend vom Gericht freigesprochen. Schliesslich rief ja am Montag wieder die Schule und die Häftlinge benahmen sich während des Weekends ganz nach den Vorstellungen der Richter…



























