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Rollstuhltrekking dank Seilzieher

AI. Kürzlich trafen sich dreizehn Procap-Mitglieder zum Rollstuhltrekking.

Silvia Sturzenegger aus Heiden, neue Regionalleiterin für beide Appenzell, hatte das Trekking bis ins kleinste Detail geplant. Es wurde mit sieben Trekkingrollstühlen, fünf alte der ersten Generation und zwei neue zusammenlegbare, welche in einem Personenwagen-Kofferraum Platz haben, gearbeitet. Erste Handlung beim Sammelplatz hoch über Appenzell war das Anpassen der Rollstühle an die Bedürfnisse der dreizehn Trekkerinnen und Trekker.

Kraft war gefordert
Kurz nach Abmarsch forderte das steile Stück zum Saul hinauf die Kräfte der Seilzieher ein erstes Mal. Der Höhenweg bot dann nicht nur eine herrliche Aussicht in den Alpstein, sondern auch eine Verschnaufpause für die Träger. Nach der Mittagspause im Restaurant Bären in Schlatt mit über die Treppe erreichbarer Behindertentoilette folgte eine spektakuläre Stelle an Schräghanglage und auf nasser Wiese, was hohe Anforderungen an die Träger und Vertrauen von Seiten der Teilnehmenden in die Träger stellte.

Dann ging es hinunter zur Steig, die Gastrecht gewährte für die mitgebrachte Verpflegung der rund vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es gab Pilzrisotto aus dem Armeeofen, anschliessend Kuchen und Steig-Kaffee. Die Getränke wurden von der Firma Locher Bier, Appenzell, verdankenswerterweise geschenkt,

Nur Sieger und tolle Leistungen
Geschäftsleiter Procap Roland Eberle war begeistert von den Superleistungen der Seilzieher und einer Seilzieherin vom Seilzieherklub Gonten. Der Ausflug um Appenzell verlief ohne Zwischenfälle und die Trekker fassten sofort Vertrauen zu ihren Trägern, auch wenn es heikle Stellen zu überwinden gab.

Die Seilzieher verfügten über die benötigte Rohkraft, um mit ihren Passagieren sicheren Schrittes zu marschieren und sie jederzeit in Balance zu halten. Dabei wurde die Gruppe mit sechs Procap-Mitgliedern, die dauernd im Trekkingrollstuhl sassen und sieben, die sich einen Rollstuhl teilten, gut zusammengeschweisst.Eberle blickt zurück: «Es war wirklich ‚de Plausch‘ und alle waren im Schuss. Teilweise wörtlich genommen, denn ich kam mir dann und wann vor wie an einem Rennen».

Stimmen der Trekker
Hans Frei-Graf, Procap-Mitglied und Zentralvorstand Procap Schweiz sowie St. Galler Kantonsrat und Nationalratskandidat aus Diepoldsau: «Für mich war es etwas ungewohnt, denn obwohl ich an den Rollstuhl gebunden bin, bin ich es gewohnt, alles selbst zu machen und aktiv zu sein. So war ich für einige Stunden passiv und auf andere angewiesen.

Dafür kam ich an Orte, die mir sonst verschlossen geblieben wären.» Carmen Renner aus Oberriet unterstrich: «Die Strecke war super gut. Steiler hätte sie für mich nicht sein dürfen, sonst hätte ich wahrscheinlich langsam Angst bekommen. Es braucht ein gutes Stück Vertrauen in die Person, die hinten stösst und in jene, die vorne zieht. Wir haben uns sehr schnell verstanden und ‚dä Plausch gha‘»

Auch die Familie Inauen mit ihrem behindertem Kind Silas aus Kirchberg war begeistert. Sie wollen einen Rollstuhl gelegentlich für eine Wanderung im Toggenburg ausleihen.

Hier geht es zur Bildergalerie.


Neuer Trekking-Rollstuhl ausleihen
Ein in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Solothurn neu entwickelter Trekking-Rollstuhl konnte dank Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnenaktion der Migros Ostschweiz für die Sektion Procap St. Gallen-Appenzell erworben werden. Dieser bleibt in der Ostschweiz und kann für private Ausflüge per sofort ausgeliehen werden. Anfrage bei Procap St.Gallen-Appenzell, Geschäftsstelle Telefonnummer 071 222 44 33.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 12.09.2007 - 10:03:00