Revision startet diesen Herbst
Bühler. In Bühler steht eine Teilrevision der Ortsplanung unmittelbar bevor, der Gemeinderat hat grünes Licht gegeben. Die Kosten werden sich auf rund 65'000 Franken belaufen.
Die heute zur Verfügung stehenden Planungsinstrumente stammen in ihren Grundzügen aus den späten 80er-Jahren. In der Zwischenzeit wurden mehrere Anpassungen und Ergänzungen in Form von Teilzonen- und Sondernutzungsplänen erlassen. Diese Planungsinstrumente haben der Gemeinde bis heute wertvolle Dienste geleistet. Der Gemeinderat stellt jedoch fest, dass das zur Verfügung stehende Baulandangebot teilweise nicht mit dem aktuellen Bedarf übereinstimmt. Im Weiteren liegt seit einem Jahr eine Gefahrenkarte vor, deren Verbindlichkeiten in die Richt- und Nutzungsplanung umzusetzen sind. Ferner möchte der Gemeinderat verschiedene Einzelaspekte in der langfristigen Wohn-, Dorfkern- sowie Gewerbe- und Industrieentwicklung lösen. Die Bauzonen sollen im Weiteren auf den künftigen Bedarf der nächsten 10 bis 15 Jahre unter Berücksichtigung der Erhältlichkeit und der Erschliessungsmöglichkeiten abgestimmt werden.
Gesamtrevision nicht zwingend notwendig
Durch den in den letzten Jahren erfolgten Ausbau der Raumplanungs- und Umweltschutzgesetzgebung sind die Ansprüche an eine zweckmässige Raumplanung ständig gewachsen. Komplizierte, sachübergreifende Zusammenhänge, unsichere Entwicklungen und vielschichtige Problemstellungen machen die Raumplanung zu einer höchst komplexen Sache, zu deren Bewältigung es klar strukturierte Verfahren und Abläufe bedarf.
Die räumliche Entwicklung einer Gemeinde wird heute vermehrt durch eine Vielzahl von Akteuren geprägt. Neben den Behörden, die die direkte Verantwortung der Gemeindeentwicklung tragen, partizipieren die Wirtschaft, vertreten durch Unternehmungen, Investoren und Betriebe sowie die Bevölkerung als Bewohner und Benutzer am Geschehen.
In einer Zeit, in der nicht nur der Raum, sondern auch die Finanzen knapp sind und die Lösung aktueller Probleme ansteht, erachtet der Gemeinderat eine breit angelegte, allumfassende Gesamtrevision der Ortsplanung als nicht zwingend. Vielmehr sind die Kräfte auf das Wesentliche auszurichten, unter Inkaufnahme von gewissen Lücken. Nicht alles, sondern nur was wichtig und für die Lösung der anstehenden Probleme von Bedeutung ist, soll bearbeitet werden.
Mehrere Etappen
In einer ersten Phase, welche diesen Herbst anläuft, steht aufgrund einer Analyse der heutigen Situation die Grundlagenerarbeitung im Vordergrund. Anschliessend wird in der zweiten Phase die Hauptstossrichtung der Revision der Ortsplanung festgelegt, bevor die Lösungsmöglichkeiten für die Problemschwerpunkte aufgezeigt werden können. In der vierten Phase soll der Richtplan aufgrund des neuen ortsplanerischen Konzeptes entworfen werden. Zum Schluss steht dann die planungsrechtliche Umsetzung wie die Öffentliche Auflage der rechtsverbindlichen Planungsinstrumente, Einsprachen und Rekursverfahren sowie eine Volksabstimmung an.
Investition in die Zukunft
Dem Gemeinderat ist es ein Anliegen, die Bevölkerung frühzeitig und kontinuierlich über die Planung zu informieren und auf geeignete Art an den Planungsarbeiten mitwirken zu lassen. Er wird deshalb an der konstituierenden Sitzung Anfang Juni eine Planungskommission bestimmen, welche sich aus verschiedenen Interessengruppierungen zusammensetzen soll. Alle Interessierten, welche in einer solchen Planungskommission mitarbeiten wollen, werden deshalb gebeten, sich bis Ende Mai bei der Gemeindekanzlei zu melden.
Auch wenn die geschätzten Kosten für eine Revision der Ortsplanung von rund 65’000 Franken auf den ersten Blick als hoch erscheinen, sind diese Planungskosten eine Investition mit nachhaltiger und langfristiger Wirkung. Eine erste Tranche der Gesamtkosten wird für das Jahr 2008 budgetiert. Die Revision der Ortsplanung wird rund drei Jahre dauern.



























