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Reute – Dorf mit viel Lebensqualität

Reute. Der Gemeinderat Reute präsentierte an der öffentlichen Orientierungsversammlung die Ergebnisse der Bevölkerungsumfrage, die im September durchgeführt wurde.

Festzustellen war, dass eine speziell hohe Einwohnerzufriedenheit in der Gemeinde Reute vorhanden ist. Das Ergebnis der Umfrage war positiv bis sehr positiv. Von den rund 650 Fragebogen welche versandt wurden kamen 226 Stück ausgefüllt zurück. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 34,77 Prozent. Der Fragebogen wurde von drei Kommissionsmitgliedern selbstständig entworfen. Dieser bestand aus insgesamt 66 Fragen. Die Fragen wurden zu 86.4 Prozent als wichtig, 6 Prozent als paritätisch wichtig und 7.6 Prozent als paritätisch unwichtig bewertet. Als paritätisch wurde bezeichnet, wenn die Differenz zwischen negativer und positiver Antwort, einen Unterschied von 21 und weniger Antworten ausgemacht hat.

Aktiv mitgemacht haben in grossen Anteilen die 7 – 13 Jährigen und die 34 – 44 Jährigen. Dies ist eine sehr erfreuliche und wichtige Aussage, der Jugendlichen und von Eltern oder Erwachsenen mitten im Berufsleben. In der Gemeinde Reute ist die Lebensqualität sehr hoch, dies bekräftigten 85,6 – 91.3 Prozent der Einwohner.

Öffentlicher Verkehr und Freizeitangebot

Ein grosser Teil der Bevölkerung ist zufrieden mit dem Verkehrsnetz. Mit Ausnahme jedoch die 14 – 25 Jährigen. Sie wünschen eine Verbesserung insbesondere für das Nachtangebot am Wochenende Richtung Rheintal, und das Angebot für den Gemeindeteil Mohren. Das Freizeitangebot ist den Bewohnern ein wichtiges Anliegen. Die Wünsche wurden hauptsächlich von und für jüngere Personen geäussert.

Schule

Diese Werte sind separat von den anderen Kapiteln zu beurteilen. Grossenteils wurden keine Antworten gegeben, da einige dies durch fehlendes Wissen nicht beurteilen konnten.

Die Schule untersteht in den letzten Jahren einem grossen und steten Wandel. Dies trägt wesentlich zur Verunsicherung bei den Erziehungsverantwortlichen bei. Eine gewisse Skepsis gegenüber der Differenzierten Gesamtschule ist noch feststellbar. Die Zeitspanne für eine Beurteilung gegenüber dem Neuen ist noch zu kurz. Handlungsbedarf ist hauptsächlich im Übergang nach der obligatorischen Schulzeit feststellbar. Wobei hier der Einflussbereich auf der kommunalen Stufe eingeschränkt ist, insbesondere auch mit der neuen Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden.

Nur wenige Fragen wurden von mehr als 50% beantwortet. Zurzeit wird von einer Mehrheit aller Alterskategorien noch kein Bedarf für Tagesstrukturen mit einem Mittagstisch ausgemacht. Es wird als eher unwichtiges Kriterium taxiert.

Steuerbelastung

Die Steuerentwicklung ist ein sehr wichtiges Kapitel, das die Bevölkerung interessiert. Den Steuerzahlern ist eine vergleichbare Steuerbelastung mit den Nachbargemeinden wichtig.

Im Jahr 1980 betrug der Steuerfuss in Reute noch 5,75 Einheiten im Vergleich zu Rehetobel mit 4,00 Einheiten. Dies ergibt eine Differenz von 1,75 Einheiten. Im Jahr 2008 beträgt der Steuerfuss 4,30 Einheiten, der der Gemeinde Rehetobel 3,80 Einheiten. Dies ergibt nur noch eine Differenz von 0.5 Einheiten. In den vergangenen 20 Jahren konnte Reute die Steuern mit einer Steuerbelastungsabnahme um rund 17,8 Prozent senken, in Rehetobel doch nur um knappe 4,9 Prozent. Die Gewerbetreibenden werden zu einem einheitlichen Satz im ganzen Kanton besteuert, dieser ist schweizweit ein Spitzensatz.

Attraktives Wohnen und Vorschläge zur Steigerung der Lebensqualität

Gelobt wurde von den Bewohnern die Organisation und Mitwirkung des Schwingfestes. Das Rüütigerfeeschter ist ein allseits beliebtes Dorfblatt und wird rege gelesen. Weiter beibehalten werden sollen unbedingt die Jungbürgerfeier und die Neuzuzügerbegrüssung. Dies ermöglicht den einen die Kontakte zu den Behörden zu pflegen, den anderen welche zu knüpfen. Ausserdem lobt die Bevölkerung den gut geführten Service der Gemeindekanzlei, die freundlichen Mitarbeiterinnen, die kompetente Arbeitsausführung und den Einsatz der Angestellten bei Dorfanlässen.

Kritisiert wurde der schwache Wasserdruck in einigen Dorfteilen, das fehlende Angebot für Tageskarten und die Poststellenschliessung wurde bedauert. Als Wunsch zur Steigerung der Attraktivität in Reute dachten einige Bewohner an mehr kulinarische und kulturelle Angebote. Andere wiederum dachten an Steuersenkungen, mehr Geräte für die Turnhalle und einen Kiosk. Viele erhoffen sich mehr Spielplätze, eine attraktivere Gemeinde für Zuzüger, mehr Sonderabfuhren und Papiersammlungen.

Die Gemeinde ist weiterhin offen für visionäre Gedanken zur Steigerung der Attraktivität von Reute.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 25.04.2008 - 16:51:00