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Rekordmenge Haschisch sichergestellt

Schaffhausen. Grenzwächter haben 300 Kilogramm Haschisch sichergestellt. Ein Brite hatte versucht, das Rauschgift in seinem Wohnmobil in die Schweiz zu schmuggeln.

Am 4. Mai kontrollierte die Grenzwache beim Grenzübergang in Thayngen rou- tinemässig ein Wohnmobil, dessen Lenker von Deutschland in die Schweiz einreisen wollte. Den Grenzwächtern fielen im Fahrzeuginnern bauliche Veränderungen auf, was sie zu einer genaueren Inspektion bewogen hat.

Der daraufhin eingesetzte Drogenhund bestätigte den Verdacht auf Drogenschmuggel. In der Folge wurde die Menge von 300 Kilogramm Haschisch, die im Fahrzeuginnern im Hohlraum für den Frischwassertank eingebaut war, gefunden. Aus ermittlungstaktischen Gründen wird dieses Ereignis erst jetzt bekannt gegeben.

Grösster Schweizer Fund?
Die sichergestellte Menge Haschisch kann als aussergewöhnlich gross bezeichnet werden; wahrscheinlich handelt es sich dabei sogar um den grössten Schweizer Haschischfund der letzten Jahre. Je nach Handelsstufe hätte das Rauschgift Händlern auf dem illegalen Schwarzmarkt den Gegenwert von 1,5 bis 3,5 Millionen Franken eingebracht.

Der Schmuggler, ein 64-jähriger Brite, wurde sofort festgenommen und der Schaffhauser Polizei übergeben. Die Ermittlungen der Schaffhauser Untersuchungsbehörden dauern noch an.

Haschischfunde dieser Dimension, eher selten
Sicherstellungen von Haschisch dieser Grössenordnungen, sind in der Schweiz eher selten. Dennoch entdeckte das Schweizer Grenzwachtkorps in der Vergangenheit immer wieder grössere Mengen.

So wurden 1997 an einem Grenzübergang in Basel in einem präparierten Versteck im Dach eines Wohnmobils 97 Kilogramm Haschisch gefunden. 1998 wurde beim Grenzübergang Kaiserstuhl (Aargau) ebenfalls ein Wohnmobil angehalten und dabei unter der Liegefläche 21 Kilogramm Haschisch und 22 Kilogramm Marihuana entdeckt. Im Jahr 2000 wurde in Thonex-Vallard (Genf) in einem speziell konstruierten Hohlraum eines Wohnmobils 45 Kilogramm Haschisch sichergestellt. Im Jahr 2002 wurde beim Grenzübergang Au (St. Gallen) ein BMW angehalten. In einem präparierten Versteck in der Rücksitzlehne versuchte der Fahrzeugführer 27 Kilogramm Haschisch in die Schweiz zu schmuggeln.

Den bislang grössten Haschischfund konnte die Zollverwaltung im Jahr 2000 in einer gemeinsamen Aktion mit der Kantonspolizei Zürich auf dem Flughafen Zürich realisieren. In einer Frachtsendung aus Südafrika fanden Beamte 817 Kilogramm Haschisch.

Weitere bedeutende Sicherstellungen durch Schaffhauser Grenzwache
Am 4. Juli 2007 erfolgte die Sicherstellung von 191 Kilogramm Khat. Ein Deutscher Staatsbürger wollte die frischen Pflanzen, die beim Kauen eine stimulierende Wirkung entfalten, über den Grenzübergang Thayngen in die Schweiz schmuggeln.

Bereits am 15. Juni 2007 versuchte ein Deutscher Staatsbürger somalischer Herkunft 160 Kilogramm Khat in die Schweiz zu transportieren. Die Einreise erfolgte über einen kleinen Grenzübergang im Raum Ramsen. Dabei wurde er durch eine mobile Equipe des Grenzwachkorp angehalten und der Schaffhauser Polizei übergeben.

Dank dem Einsatz der Drogenhunde der Schaffhauser Grenzwache konnten Wochen und Monate zuvor weitere Drogendelikte aufgedeckt werden. Am Ostermontag erschnüffelten sie im Gepäck eines Schweizer Staatsbürgers, der zusammen mit seiner Familie bei einem Grenzübergang im Raum Thayngen in die Schweiz einreisen wollte, über sechs Kilogramm Heroin.

Nur eine Woche später zeigten Drogenhunde bei einer routinemässigen Überprüfung einer italienischen Staatsbürgerin an, die an ihren Wohnsitz in der Schweiz reisen wollte. In ihrem Fahrzeug konnten rund ein Kilogramm Kokain und ein Kilogramm Streckmittel sichergestellt werden, die im Innenraum versteckt waren.

Hunde als wichtiges Hilfsmittel bei der Drogenfahndung
Drogenspürhunde sind für die Grenzwache bei der Bekämpfung des grenzüberschreitenden Rauschgiftschmuggels ein wichtiges Hilfsmittel. Das Grenzwachtkorps investiert daher viel Zeit in Ausbildung und Weiterbildungskurse ihrer vierbeinigen Helfer.

Derzeit verfügt das Grenzwachtkorps schweizweit über 56 ausgebildete Drogenspürhunde. In aller Regel handelt es sich dabei um Hunde der Rassen Labrador, Flat Coat Retriever, Deutscher Schäferhund oder Belgischer Schäferhund. [space]


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ZürichZürich / 12.07.2007 - 14:10:00