Regierung will Paintball-Spiele im Wald verbieten

Frauenfeld/TG. Paintball- Spiele in öffentlichen Wäldern sollen im Thurgau verboten werden. Die Regierung will das kantonale Waldgesetz entsprechend ändern.

Anstoss zu dem geplanten Verbot des Spiels, bei dem mit Farbmunition aus Luftdruckwaffen geschossen wird, gab eine Motion.
 
Die beiden Motionäre Ruedi Zbinden (SVP) und Max Vögeli (FDP) forderten eine kantonale Regelung, nachdem einige Gemeinden das Kriegsspiel bereits verboten haben. Paintball-Veranstaltungen in den Wäldern gingen weit über das freie Betretungsrecht hinaus, bestätigt die Regierung in ihrer Antwort die Ansicht der Motionäre.
 
Auch gesellschaftspolitisch sei das «Kriegsspiel im öffentlichen Raum» nicht unproblematisch, heisst es weiter. Das Ökosystem Wald werde gestört und Wildtiere und Vögel verdrängt. Ausserdem könnten unbeteiligte Passanten gefährdet oder verängstigt werden.
 
Paintball-Waffen seien nicht ohne weiteres von echten Schusswaffen zu unterscheiden. Dies könnte zu Bedrohungssituationen führen, wenn Spielende mit Polizisten oder Jägern zusammentreffen, wird befürchtet. Auch bestehe die Gefahr, dass Passanten in die Schusslinie von Paintball-Spielern geraten.
 
Da Paintball auch in Hallen oder auf privaten Arealen im Freien gespielt werden kann und nicht zwingend auf ein Waldareal angewiesen ist, soll das Paintball-Verbot ins kantonale Waldgesetz aufgenommen werden. Entscheiden darüber wird der Grosse Rat.

Thurgau / 18.09.2009 - 10:42:50
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