Regierung fürchtet keine Beeinträchtigung durch Endlager
TG. Die Thugauer Regierung sei vom Bund und der Nagra gut über die Suche nach einem Lager für radioaktive Abfälle informiert worden. Der Kanton sei auch in den weiteren Ablauf gut eingebunden, findet die Kantonsregierung.
In ihrer heute Freitag, 5. Juni, veröffentlichten Anwort auf eine Interpellation von SP-Kantonsrat Daniel Badraun wiederholt die Regierung bereits früher gemachte Aussagen: Sie sei dafür, dass die radioaktiven Abfälle in der Schweiz entsorgt werden.
Der Such-Prozess nach solchen geologischen Tiefenlagern sei bisher nach wissenschaftlichen Grundsätzen, juristisch korrekt und transparent erfolgt. Bei der nun angelaufenen Prüfung der Nagra-Vorschläge wolle der Thurgau konstruktiv mitwirken.
Nur Kernernergie-Gegner blieben fern
Durch den vorgeschlagenen Standort «Zürcher Weinland» – Benken – seien die Gemeinden im Bezirk Diessenhofen mitbetroffen. Dadurch sei der Thurgau als Standortkanton auch in den entsprechenden Gremien vertreten.
Eine Studie von 2005 zu den sozioökonomischen Auswirkungen eines Tiefenlagers im Zürcher Weinland sei zum Schluss gekommen, dass dieses Lager lediglich Kernenergie-Gegner von einem Umzug ins Weinland abhalten werde. Dagegen werde es neue Arbeitsplätze und zusätzliches Geld in die Gemeinden bringen.
Dies bedeute neue Arbeitskräfte und wirtschaftliches Wachstum. Diese neue Nachfrage dürfte das Fernbleiben von Atomkraft-Gegnern «überkompensieren». Diese Aussagen dürften – nach Meinung der Thurgauer Regierung – auch für den Bezirk Diessenhofen gelten.
Derzeit seien das aber noch Spekulationen. Die Regierung werde sich genauer mit den Auswirkungen und möglichen Verbesserungsmassnahmen beschäftigen, wenn das Projekt konkreter werde.



























