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Regierung beschäftigt sich mit Jugendgewalt

TG. Die Thurgauer Regierung will sich stärker mit dem Thema «Jugendgewalt und Suchtmittelkonsum» beschäftigen. Die Projektgruppe, die eine Vorlage für die koordinierte Jugend- und Familienpolitik erstellt, erarbeitet zurzeit ein Konzept.

Damit entspricht die Regierung auch einem Antrag von Werner Dickenmann (SVP), wie sie in ihrer Antwort vom Freitag mitteilte. Dieser fordert vom Regierungsrat, darüber zu berichten, welche Massnahmen gegen stärker auftretende Jugendgewalt und Suchtmittelkonsum ergriffen werden müssten.

Mit Gewalt gegen Langeweile
Eine vermehrt auftretende Gewalttätigkeit von jugendlichen Banden sei im Thurgau jedoch nicht festzustellen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort auf eine entsprechende Interpellation von Turi Schallenberg (SP). Neue Massnahmen seien nicht notwendig, vielmehr sollten die bestehenden konsequent angewendet werden.

Zwar gebe es vereinzelt Probleme in grösseren Städten wie Frauenfeld und Kreuzlingen, doch vermehrte Polizeikontrollen an den neuralgischen Punkten wie etwa dem Bahnhof in Frauenfeld oder dem Dreispitzpark in Kreuzlingen zeigten Wirkung.

Die Anzahl von Vandalenakten und Gewaltübergriffen ist in den vergangen fünf Jahren nicht gestiegen. Es handle sich auch nicht um eigentliche Banden, sondern die Jugendlichen würden eher aus Langeweile als von einer bestimmten Ideologie angetrieben. Zu den Tätern gehören sowohl Schweizerinnen und Schweizer als auch ausländische Personen.

Sinnvolle Freizeit und klare Regeln
Auch die Schulen beobachten keine generelle Zunahme gewalttätiger Kinder und Jugendlicher. Zur Prävention haben einige Schulgemeinden Sozialarbeiter eingestellt. Als beste Vorbeugung gegen Jugendgewalt und Vandalismus gelte eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und klare Regeln, schreibt die Regierung.

Auch die Polizei beschäftigt sich vermehrt mit der Prävention und hat damit begonnen, polizeiliche Jugendsachbearbeiter auszubilden. Weitere gesetzliche Massnahmen sind nach Meinung der Regierung nicht erforderlich. Allerdings sei es wichtig, möglichst früh erzieherisch, therapeutisch oder auch strafrechtlich einzugreifen.

ThurgauThurgau / 06.02.2009 - 11:37:00