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Rega im Einsatz nach Lawinenunfällen

Flughafen/ZH. Gleich bei vier Lawinenunglücken war die Rega im Einsatz. Die verschütteten waren nur leicht oder gar nicht verletzt.

Die Besatzungen der Rega waren heute Mittag bei vier Lawinenunglücken im Einsatz. In allen Fällen hatten die betroffenen Schneesportler grosses Glück im Unglück – obwohl sie durch die Schneemassen mehrere Hundert Meter mitgerissen worden waren, erlitten sie keine oder nur leichte Verletzungen.

Am Matzlenstock (Kt. GL) wurde ein Skitourenfahrer kurz nach Mittag auf 1’700 Meter über Meer von einer Lawine erfasst und 400 Meter in die Tiefe gerissen. Sein Kamerad, der nicht erfasst worden war und der den Mitgerissenen nicht mehr sehen konnte, alarmierte unverzüglich die Rega.

Nur kurze Zeit später ging bei der Rega der Anruf des Opfers selber ein – er lag auf dem Lawinenkegel und hatte das Unglück mit leichten Verletzungen heil überstanden.

Durch den Helikopter der Rega-Partnerbasis aus Mollis (GL), unterstützt von einem Rettungsspezialisten des Schweizer Alpen-Clubs, wurde der 40-jährige Alpinist aus dem Kanton Zürich mittels Seilwinde geborgen und ins Kantonsspital Glarus geflogen.

Am Mälchstöckli (Kt. SZ) sind zwei deutsche Skitourenfahrer auf 1’600 Meter über Meer von einem Schneebrett erfasst worden. Einer der Männer wurde 50 Meter, der andere rund 150 Meter mitgerissen.

Letzterer war teilweise von den Schneemassen verschüttet worden, konnte sich aber selber befreien. Durch die Notärztin des ausgerückten Rega-Helikopters der Basis Erstfeld (UR) wurden die 47- und 52-jährigen Schneesportler vor Ort betreut, sie hatten das Unglück unverletzt überstanden und konnten anschliessend durch ein Pistenfahrzeug ins Tal transportiert werden.

Am Chessispitz (GR) ist das Mitglied einer 4-köpfigen Skitourengruppe auf 2’400 Meter über Meer von einer Lawine erfasst worden. Der 33-jährige Mann aus dem Kanton Zürich war 300 Meter mitgerissen worden – er blieb bis auf eine Hand in den Schneemassen eingeschlossen.

Schnell konnten ihn seine Kameraden orten und befreien. Obwohl der Verschüttete kurz bewusstlos gewesen war, konnte er durch die Besatzung der Rega-Partnerbasis Mollis in stabilem Zustand zur Überwachung ins Spital Schiers (GR) geflogen werden.

Auf der österreichischen Seite des «Wiss Platte» (Grenze CH/OE) geriet ein Mitglied einer sechs-köpfigen deutschen Skitourengruppe in eine Lawine. Der 35-jährige Mann wurde mitgerissen und blieb nach 300 Metern auf den Schneemassen liegen. Seine an der Abrisskante stehenden Kameraden konnten ihn dort nicht erreichen.

Zur Rettung des Opfers hatte die Rettungsleitstelle Vorarlberg die Rega um Hilfe gebeten. Die Besatzung des entsandten Rettungshelikopters der Rega-Basis aus Untervaz (GR) wurde über Funk durch einen ebenfalls an der Aktion beteiligten österreichischen Polizeihelikopter an die Unfallstelle dirigiert.

Nach der medizinischen Erstversorgung transportierte die Rega-Crew den Verletzten in stabilem Zustand ins Krankenhaus nach Feldkirch (OE).

Durch die starken Winde hat sich die Lawinengefahr in den Alpen verschärft – es herrscht verbreitet eine erhebliche Lawinengefahr. Nähere Informationen und das aktuelle Lawinenbulletin finden sich unter www.slf.ch oder über Telefon 187.

ZürichZürich / 05.01.2008 - 09:45:00