• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

Rega fliegt Patientin trotz schlechter Sicht ins Spital – mittels Autopilot

Zürich/ZH Am Mittwoch flog die Rega-Crew aus Dübendorf eine Patientin nach schweren Geburtskomplikationen von Luzern nach Zürich ins Universitätsspital.

Am 30.10.2019 flog die Rega-Crew aus Dübendorf eine Patientin trotz schlechter Sicht und Niederschlag von Luzern nach Zürich. Die Frau musste nach schweren Geburtskomplikationen möglichst rasch dem Zürcher Universitätsspital übergeben werden. Überhaupt erst möglich machten den Einsatz die Instrumentenflugrouten des «Low Flight Network». Dieses Netzwerk aus Flugrouten erlaubt den Helikopter-Crews der Rega Einsätze auch bei schlechter Sicht durchzuführen.

Ihren Einsatz startete die Crew auf der Rega-Basis in Dübendorf. Um durch die tiefliegende Wolkendecke zu fliegen, nutzte sie das Instrumentenanflugverfahren des angrenzenden Militärflugplatzes, so dass sie danach oberhalb der Wolkenschicht in die Zentralschweiz fliegen konnte.

Dort nutzte die Crew das Instrumentenlandesystem des Militärflugplatzes Emmen für den Anflug durch dichte Wolken und Niederschlag, um danach weiter zum nahegelegenen Landeplatz des Luzerner Kantonsspitals zu gelangen. Anschliessend konnte die Patientin an die eigens für Lufttransporte zertifizierte mobile Herz-Lungen-Maschine der Rega angeschlossen und auf der gleichen Flugroute nach Zürich geflogen und für die weitere Behandlung den Spezialisten des Universitätsspitals übergeben.

Seit Jahren verfolgt die Rega ihre Vision einer wetterun- abhängigen Luftrettung. Gemeinsam mit der Schweizer Luftwaffe und der Flugsicherungsgesellschaft Skyguide arbeitet die Rega an der Etablierung und Inbetriebnahme des Low Flight Network, eines schweizweiten Netzwerks aus Instrumentenflugrouten, das Flugplätze, Spitäler und Rega-Basen miteinander verbindet.

Wie auf einer Autobahn fliegt der Helikopter mittels Autop- iloten einer im Flugrechner gespeicherten Flugroute nach – ein entscheidender Sicherheitsgewinn. Mit dem Ausbau der Instrumentenflugrouten verbessert die Rega die medizi- nische Versorgung in der Schweiz, da Patienten – falls medizinisch notwendig – auch bei widrigen Wetterbeding- ungen aus der Peripherie in die Zentrumspitäler geflogen werden können.

ZürichZürich / 04.11.2019 - 13:40:12