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Rechnungsabschluss und Beitrag an Schloss

Gossau/SG. Das Stadtparlament beschliesst an der Maisitzung über die Verwendung der knapp 9.2 Millionen Franken Ertragsüberschuss von Stadtwerken und städtischem Haushalt.

An seiner Mai-Sitzung berät das Gossauer Stadtparlament über die Rechnung und den Geschäftsbericht des vorangegangenen Jahres. Im 2008 resultierte in der Erfolgsrechnung der Stadtwerke ein Überschuss von 3.877 Millionen Franken. Geschäftsprüfungskommission und Stadtrat beantragen übereinstimmend, davon 1.56 Millionen Franken an die Energiekunden zurückzuzahlen. Rund 417’000 Franken sollen für das geplante Unterwerk Albertswil zurückgestellt und 1.9 Millionen Franken an den städtischen Haushalt abgeliefert werden.

Bilanzpositionen abschreiben
Dieser hatte 2008 mit einem Plus von gut 5.3 Millionen Franken abgeschlossen. Mit dem «Zustupf» aus den Stadtwerken erreicht der Ertragsüberschuss gut 7.2 Millionen Franken. Auch hier sind sich Stadtrat und Geschäftsprüfungskommission einig: Eine Million Franken soll für die Aufwertung des Stadtkerns beiseite gelegt werden. Mit den restlichen gut 6.2 Millionen Franken sollen 26 Bilanzpositionen abgeschrieben werden. Die Abschreibungen konzentrieren sich auf zehn Strassenprojekte (rund 1.5 Millionen Franken), sechs Sportanlagen (gut 2 Millionen Franken) und zwei Bachausbauten (gut 1.7 Millionen Franken).

Beitrag an neuen Lift im Schloss
Seit Anfang Februar 2009 ist das Schloss Oberberg dank einem Aussenlift behindertengerecht. Der Förderverein Schloss Oberberg hat dafür 940’000 Franken investiert. Davon sind rund 540’000 durch Beiträge von Stiftungen, Wirtschaft, Privaten und Lotteriefonds finanziert.

Der Stadtrat beantragt nun einen Investitionsbeitrag der Stadt Gossau von 400’000 Franken. Damit dokumentiert die Stadt auch den Stellenwert des Schlosses als Wahrzeichen und kulturgeschichtlich bedeutendes Gebäude. Das Parlament kann abschliessend über den Beitrag entscheiden.

Begegnungszone beim Bahnhof

Am Standort der früheren Butterzentrale entsteht die Überbauung «Perron 3». Mit deren Bezug werden insbesondere die Fussgängerbeziehungen zwischen Überbauung und Bahnhofplatz zunehmen. Entsprechend soll der Strassenraum von Stadtbühlstrasse und Bahnhofstrasse gestaltet werden. Von den vielen Möglichkeiten – vom Ist-Zustand über Einbahn bis zum Unterbruch der Durchfahrtsmöglichkeit – favorisiert der Stadtrat die Begegnungszone.

In einer solchen haben Fussgänger Vortritt gegenüber dem Fahrzeugverkehr. Sie können jederzeit und überall die Fahrbahn queren, dürfen aber Fahrzeuge nicht unnötig behindern. Für Fahrzeuge gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern. Für die Umgestaltung beantragt der Stadtrat einen Kredit von 940’000 Franken.

Viel Stoff für Vorberatungen

Nebst diesen vier Entscheiden stehen zwei Interpellationsantworten auf der Geschäftsliste sowie sechs Geschäfte, für welche eine Vorberatung vorgesehen ist. Dazu zählen der Rahmenkredit von 600’000 Franken für das Standortmarketing Gossau in den kommenden drei Jahren, die Leitsätze der Stadtentwicklung, zwei Nachträge zur Gemeindeordnung und zwei Bauprojekte.

Schliesslich ist noch die Nachfolge von Melanie Helfenberger (CVP) in der Geschäftsprüfungskommission zu regeln. Die Parlamentssitzung vom 5. Mai, im Fürstenlandsaal beginnt um 17 Uhr. Die Verhandlungsunterlagen und weitere Informationen zum Parlament können auf www.gossau.ch im Navigationsbereich Politik/Stadtparlament eingesehen oder heruntergeladen werden.

St.GallenSt.Gallen / 27.04.2009 - 08:57:39