Reanimation – mit oder ohne Beatmung?
St.Gallen. In drei Referaten wird die neu eingeführte Phase der Wiederbelebungsmedizin erklärt. Der Eintritt ist frei.
In der Schweiz überleben von etwa 8’000 Menschen, welche einen Herz-Kreislaufstillstand ausserhalb des Spitals erleiden, pro Jahr weniger als 5 Prozent, also 400 Menschen. Es könnten jedoch 800 bis 1’200 Personen mehr sein, wenn alle Laien die Wiederbelebungstechniken, insbesondere die Herzdruckmassage, erlernen und auch tatsächlich anwenden würden.
Im vergangenen Jahr hat die amerikanische Herzstiftung (AHA) ergänzende Beatmungsrichtlinien für die Wiederbelebung durch Laien publiziert und damit eine gewisse Verunsicherung ausgelöst. Diese Neuerungen betreffen jedoch nur den beobachteten plötzlichen Herz-Kreislaufstillstand des Erwachsenen. Dabei soll die anwesende Person wie bisher unverzüglich den Rettungsdienst, Telefonnummer 144, aufbieten und anschliessend mit der korrekten Herzdruckmassage beginnen. Neu gilt, dass wer die Beatmung nicht beherrscht oder sich davor scheut, die Beatmung weglassen kann.
Im öffentlichen Vortrag wird den interessierten Laien und Laieninstruktoren die neue Phase der Wiederbelebungsmedizin erklärt. Dabei geht die Entwicklung von der Herz-Lungen-Wiederbelebung hin zur Herz-Gehirn-Wiederbelebung. In dieser Hinsicht sind in den nächsten Jahren einige weitere Änderungen zu erwarten.
PD Dr. Joseph Osterwalder, Chefarzt Zentrale Notfallaufnahme (ZNA), Dr. Raphael Stolz, Oberarzt ZNA und Helge Schneider, Rettungssanitäter und Instruktor REA 2000, nehmen dazu Stellung und beantworten zudem Fragen aus dem Publikum; am Dienstag, 12. Mai um 20.15 Uhr im Zentralen Hörsaal Haus 21 im Kantonsspital St.Gallen. Der Eintritt ist frei.