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«rauchlos glücklich» erfolgreich abgeschlossen

AR. Der zweite Rauchstoppkurs «rauchlos glücklich» der Beratungsstelle für Suchtfragen AR konnte mit Erfolg abgeschlossen werden.

Rauchstopptrainerin Andrea Heeb von der Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden hat in den letzten zweieinhalb Monaten im Auftrag der Lungenliga AR ein Rauchstopptraining durchgeführt, in welchem Raucher/innen auf ihrem Weg in ein «rauchlos glückliches» Leben begleitet wurden. Eine Teilnehmerin berichtet über ihre Erfahrungen und motiviert andere Raucher/innen, den Schritt ins «rauchlos glückliche» Leben zu wagen. Und spätestens im August 2009 startet der nächste Rauchstoppkurs.

Zwischen dem 6. Januar und dem 17. März fand das zweite Rauchstopp-Gruppentraining der Beratungsstelle für Suchtfragen und der Lungenliga Appenzell Ausserrhoden statt. Die Gruppe zieht eine sehr positive Bilanz. Die meisten der Teilnehmenden haben den Ausstieg aus dem Raucher/innen-Leben geschafft und fühlen sich heute befreit von der Last, ständig rauchen zu müssen.

Am 31. Januar galt es ernst
Bis zu den ersten drei Trainings durfte noch weiter geraucht werden. Am 31. Januar galt es dann ernst und die Teilnehmenden haben ihre letzten Zigaretten, alle Aschenbecher und Feuerzeuge entsorgt. Nach einem weiteren Training wurden sie von der Rauchstopptrainerin Andrea Heeb bis Anfang März mit regelmässigen Telefoncoachings weiter betreut. Am 17. März trafen sich alle noch einmal und die Kursteilnehmenden durften dann Ihre Urkunden entgegen nehmen. Gemeinsam feierten sie den erfolgreichen Rauchstopp. Frau M., 31-jährig und eine der Teilnehmerinnen, berichtet über ihre Erfahrungen und wie sie sich nach sechs Wochen ohne Zigarette heute fühlt.

Die erste Zigarette mit 13
Frau M. war 13 Jahre alt und ist mit einer Freundin extra in den Wald gefahren um die erste Zigarette zu probieren. Die Freundin hatte Zigaretten aus der Schachtel ihres Vaters geklaut. Frau M. gibt zu, dass ihre erste Zigarette ziemlich eklig geschmeckt hat und ihr vom Rauchen schwindlig wurde. Das hat gereicht, dass sie ihre nächste Zigarette erst als zirka 15-Jährige geraucht hat. Dann hat Frau M. während sechzehn Jahren geraucht.

Sie berichtet, dass ihr früheres Leben als Raucherin im Gegensatz zu heute sehr träge war. Sie haben wenig Sport getrieben und habe sich tagsüber oftmals müde gefühlt. Wenn sie eine Treppe hochsteigen musste, war schnell die Puste weg. «Hinzu kam immer wieder das Verlangen nach einer Zigarette, ständig war ich mit Gedanken beschäftigt, dass ich mal wieder eine rauchen sollte und ob ich noch genug Zigaretten zu Hause hatte.» Es habe zwei wichtige Zigaretten am Tag gegeben: die Morgenzigi zum Kaffee und dann die Zigi nach dem Mittagessen. Frau M. meint, dass diese wirklich die allerwichtigste gewesen sei, denn sie vermisse diese nach bereits sechseinhalb Wochen rauchfreiem Leben immer noch sehr.

Ich bin stolz auf mich
Mit dem Thema «aufhören» hätte sie sich bereits seit längerer Zeit immer wieder, wenn auch eher halbherzig, beschäftigt, berichtet Frau M. weiter. Gesundheitliche Aspekte seien dabei ein Thema gewesen, aber als Süchtige hätte Sie eben auch das Verdrängen der Folgen gelernt. Letztendlich sei es dann eine Spontanentscheidung, an der Informationsveranstaltung des Rauchstoppkurses teilzunehmen. «Ich hatte keine Lust mehr darauf, dass die Zigaretten einen grossen Teil meines Tagesablaufes bestimmen und habe mich deshalb für den Kurs angemeldet.»

Die Dynamik unter den Kursteilnehmenden hätte ihr geholfen und ohne die Gruppe wäre sie jetzt nicht da wo sie sei, ist Frau M. überzeugt. Sie habe sich aufgehoben und bestätigt gefühlt und es habe sie teilweise auch beruhigt, zu erfahren, dass die anderen Mitstreiter/innen mit ähnlichen Symptomen zu kämpfen hatten.

Tagesablauf geändert

Von der Rauchstopptrainerin, Andrea Heeb, hat Frau M. viele wertvolle Tipps und Hinweise erhalten. Für Frau M. hat sich beispielsweise beherzigt, dass Sie vor dem eigentlichen Rauchstopp am 31. Januar alles entsorgt hat, was sie irgendwie ans Rauchen erinnert hat: Aschenbecher, Feuerzeug, alle Zigarettenpäckli. Sie habe sich aufgeschrieben, welche Gewinne sie durch den Rauchstopp erzielen würde und habe diese Botschaften überall in der Wohnung aufgehängt.

Auch den früheren Tagesablauf habe sie geändert, berichtet Frau M. Dank des Trainings habe sie bereits im Vorfeld einen neuen Tagesablauf geplant, und dadurch fiel es ihr dann wesentlich leichter, die ersten Tage ohne Nikotin zu überstehen.

Lebensfreude zurück
Ihr hätte die strategische Vorgehensweise sehr geholfen, berichtet Frau M. Im Vorfeld hätte sie immer wieder daran gedacht, dass sie einfach sofort aufhören sollte. Dass man einen Rauchstopp planen könne und sollte, sei ihr nicht bewusst gewesen. «Ich weiss, dass ich ohne den Kurs, das heisst wenn ich es für mich alleine gewagt hätte, heute nicht rauchfrei wäre.» Und Frau M. meint, dass sie einer Freundin oder Bekannten sofort raten würde, einen Rauchstoppp mit Unterstützung eines Rauchstoppkurses zu wagen.

Neben dem gesundheitlichen Aspekt, dem besseren Geruchs-/Geschmackssinn und dem Bewusstsein, dass sie sich munterer und fit fühle, habe der Rauchstopp vor allem eins bewirkt: Sie hätte wieder viel mehr Lebensfreude als zu Raucherzeiten und das Gefühl, dass sie sich endlich wieder selbst besser spüren und wahrnehmen würde. «Ich fühle mich frei, so wie ich es mir erhofft habe und geniesse wohl das erste Mal in meinem bisherigen Leben bewusst das Gefühl, stolz auf mich zu sein»

Nächster Raustoppkurs

Am 18. August startet die Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden mit einem neuen Infoabend für Menschen die aus ihrem Suchtverhalten, das durch das Nikotin im Tabak verursacht wird, aussteigen wollen. Der Infoabend ist noch unverbindlich und alle Interessierten können sich dafür anmelden oder einfach vorbei kommen. Für das spätere Gruppentraining ist die Zahl der Teilnehmenden beschränkt.

Rauchstopptrainerin Andrea Heeb ergänzt: «Wenn schon vorher genug Anmeldungen vorhanden sind, werden wir schon früher einen Kurs anbieten.» Die Kursausschreibung und die Anmeldekarte können ab sofort bei der Beratungsstelle für Suchfragen bestellt oder unter www.sucht-ar.ch herunter geladen werden: Telefonnummer 071 791 07 40 oder Mail: suchtberatung@ar.ch.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 25.03.2009 - 09:26:14