Raubüberfall war lediglich fingiert
Bern/BE. Der angebliche Raubüberfall in der Neuengassunterführung am Bahnhof Bern vom 18. Januar 2010 wurde in Wirklichkeit durch einen Angestellten eines Lebensmittelgeschäfts und einen Komplizen fingiert. Das haben die Ermittlungen der Kantonspolizei Bern ergeben.
Am Montag, 18. Januar 2010, verliess ein Angestellter der Coop-Filiale bei der Neuengassunterführung am Bahnhof Bern kurz nach 05.00 Uhr die Geschäftsräume und hielt sich davor auf. Plötzlich erschien ein anderer Mann und drängte den Angestellten unter Vorhalt einer Faustfeuerwaffe ins Geschäft zurück. Dort verlangte er mit ausländischem Akzent nach Bargeld. In der Folge konnte der Täter mit einer Beute von mehreren 10’000 Franken fliehen. Der Angestellte zog sich bei der Auseinandersetzung eine Armverletzung zu und musste infolgedessen in Spitalpflege gebracht werden.
Nach dem angeblichen Raubüberfall hat die Kantonspolizei Bern umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. Dabei hat sich herausgestellt, dass der vermeintliche Überfall in Wirklichkeit durch den erwähnten Angestellten und einen Komplizen fingiert worden war. Beim Angestellten handelt es sich um einen 25-jährigen Schweizer, beim Komplizen um einen 29-jährigen Kosovaren. Beide sind geständig und werden sich vor dem zuständigen Gericht zu verantworten haben. Die Beute konnte zum grossen Teil sichergestellt werden. Noch unklar ist, wie sich der Angestellte seine Verletzung zugezogen hat. Weitere Ermittlungen sind im Gang.



























