Rambazamba bei der Meisterschaft im Ausbeinen
Frauenfeld. In der Firma Wick AG findet am 13. September die sechste Schweizer Meisterschaft im Ausbeinen statt.
Für den Event haben sich bis jetzt über 160 Metzger angemeldet; sie alle wollen ihr berufliches Können unter Beweis stellen. In zweier Gruppen müssen die Wettstreiter zu Beginn drei Schweine ausbeinen. Dabei wird nicht nur auf die Geschwindigkeit sondern auch auf die Sauberkeit der Knochen sowie die Einschnitte im Fleisch geachtet. Für Fehler werden die Metzger mit Zeitzuschlag bestraft.
Die Teilnehmer sind in verschiedene Kategorien aufgeteilt: Metzger, Akkordmitarbeiter, Lernende, Altmeister und Büro-Metzger (Ehemalige Metzger, die nicht mehr aktiv metzgen sondern «nur» noch im Büro tätig sind). Die Meisterschaft ist ganz klar eine Männerdomäne. Arthur Rossetti, Geschäftsführer des Metzgerei-Personal-Verbandes (MPV), sagt, dass fast keine Frauen an der Meisterschaft teilnehmen. Ein Zustand, den er sehr bedauere.
Die Metzger müssen sich laut Rossetti nicht speziell auf den Wettkampf vorbereiten: «Die tägliche Arbeit bietet ihnen genug Übung.» Aus den ausgebeinten Schweinen werden Würste, Vorderschinken und Braten gefertigt. Rossetti unterstreicht die extrem hygienische Vorgehensweise während der Meisterschaft: «Eine Equipe bringt den Kontrahenten das Fleisch und entfernen dieses nach dem ausbeinen umgehend.» Wer in der Jury sitzen wird, ist noch nicht ganz geklärt, «das wird in den nächsten Wochen bestimmt», so Rossetti.
Über 1’000 Zuschauer werden erwartet, die im Festzelt die Wettkämpfe auf einer Grossleinwand verfolgen können. Rossetti ist sehr gespannt wie der Event ablaufen wird: «Das Fest ist jedes Jahr wieder anders – man erlebt nie das Gleiche. Durch die vielen Besucher ist die Stimmung fantastisch und man trifft Kollegen aus verschiedenen Betrieben. Ich freue mich schon riesig auf das Rambazamba.»



























