«Proporz: Keine Chance für die Jungen»
AR. Die Jungfreisinnigen AR haben ihren Standpunkt zum Thema Proporz gesetzt: Sie sind klar für ein «Nein» am 1. Juni.
Die Jungfreisinnigen Ausserrhoden haben einen Stellungnahme zur Proporzdebatte versandt. Sie folgt im Wortlaut:
«Proporz-Befürworter behaupten, ihr Wahlsystem würde den Kantonsrat verjüngen. Dies ist leere Propaganda: Mit dem Proporz wird der Kantonsrat nur noch älter. Die JFAR wehren sich zudem gegen einseitige Berichterstattung zulasten der Jungen.
Proporz: Nur Nachteile für Junge
Die Jungfreisinnigen Ausserrhoden (JFAR) wehren sich gegen die irreführende Behauptung, der Proporz würde den Jungen im Kanton Vorteile bringen. Das Gegenteil ist der Fall. Denn Proporzwahlen sind Geldwahlen. Junge könnten sich Politik nicht mehr leisten. Ausserdem sind Proporzwahlen Parteiwahlen. Alle Macht liegt bei den Vorständen der starken Mutterparteien, von denen Junge abhängig würden. Schliesslich zeigt das Beispiel Herisau ganz konkret, dass der Proporz den Kantonsrat bestimmt nicht verjüngt, sondern wenn schon älter macht.
Einseitige Berichterstattung
Die JFAR kämpfen seit langem dafür, dass die Stimmberechtigen die Wahrheit über die Gefahr des Proporz für die Jugend erfahren. Dass andere Jungparteien aus Eigeninteresse das Gegenteil behaupten, sei ihnen gegönnt. Von einer Journalistin wie Margrith Widmer erwar-ten die JFAR aber ein Minimum an Objektivität. Ihr neulicher Beitrag (APZ vom 5. Mai, S. 9) ist eine einzige Pro-Brandrede. Das erstaunt nicht, denn zu diesem Thema ereifert sich Frau Widmer schon seit Jahren. Ein solch subjektiver Beitrag gehört aber in die Leserbriefecke oder eine Kolumne – nicht aber als irreführend «objektiver Bericht» auf die Frontseite. Be-sonders unfair ist es, im seitenbreiten Titel das Proporz-Heil der Jungen zu verkünden, und dann im Text kein einziges Argument für diese Behauptung zu liefern.
Doch auch diese Behauptung ändert nichts daran, dass nicht der Proporz, sondern der in Ausserrhoden bewährte Majorz den Jungen die besten politischen Chancen gewährt. Darum gehört am 1. Juni in die Urne ein Nein zum Proporz-Knorz.»



























