Projektierung Durchmesserlinie lanciert
Das Projekt Durchmesserlinie der Appenzeller Bahnen wird konkret.
Um bis Frühjahr 2009 das fertige Genehmigungsprojekt nach Bern senden zu können, wurden Projektierungsaufträge erteilt. Die Kantone der beteiligten öV-Region St. Gallen / Appenzell geben grünes Licht. Mit der vertieften Projektierung der Durchmesserlinie kann gestartet werden. Dazu wurden an acht Ingenieurbüros Aufträge erteilt. Bis im Frühjahr 2009 müssen diese Teilprojekte zu einem genehmigungsfähigen Projekt zusammengeführt werden. Denn nur wenn ein konkretes Projekt vorliegt, besteht Aussicht auf Bundesgelder aus dem Agglomerationsfonds.
Fünf Baustellen
Die Bestrebung, künftig beim AB-Bahnhof in St. Gallen im Viertelstundentakt durchfahren zu können und Trogen wie Appenzell mit modernen und kostengünstigen Fahrzeugen ohne aufwändigem Zahnradantrieb zu bedienen, löst verschiedenste Arbeiten aus.
Damit die Züge neu im Viertelstundentakt verkehren und ohne Zeitverzögerung kreuzen können, müssen die Ausweichstellen ergänzt respektive teilweise neu gebaut werden. Für die Ausarbeitung dieser Kreuzungsstellen wurden Teilprojekte im Schwarzen Bären und Güterbahnhof auf Gemeindegebiet der Stadt St. Gallen sowie in der Lustmühle zwischen St. Gallen und Teufen und beim Hirschberg vor Appenzell lanciert. Der AB-Bahnhof in St. Gallen soll unter Berücksichtigung der Neugestaltung des Bahnhofplatzes vom Sackbahnhof zum Durchgangsbahnhof umprojektiert werden.
Die Teilstrecke St. Gallen Bahnhof – Riethüsli erfährt grundlegende Anpassungen. Damit auf die Zahnradstrecke verzichtet und für das gewünschte Angebotskonzept Zeit gewonnen werden kann, wird unter der Ruckhalde ein Tunnel projektiert. Diese Reduktion der Fahrzeit ist für die optimale Anordnung der Kreuzungsstellen unabdingbar. Würde der Zeitgewinn nicht realisiert, so müssten diverse neue Kreuzungsstellen gebaut werden. Gleichzeitig können damit auch gefährliche Bahnübergänge im Riethüsli aufgehoben werden.
Breit abgestützt
Die Planung und Realisierung der Durchmesserlinie ist ein gemeinsames Projekt unter der Aufsicht einer vom St. Galler Regierungsrat Josef Keller geleiteten Behördendelegation aus Stadt und Kanton St. Gallen, der beiden Appenzell sowie den Appenzeller Bahnen. Vorsitzender der Projektleitung ist AB-Direktor Hansjürg Düsel. Abhängig von der jeweiligen geographischen Lage der Teilprojekte sind nebst den Fachspezialisten der Appenzeller Bahnen die entsprechenden Tiefbauämter der beiden Kantone Appenzell und des Kantons St. Gallen sowie die Stadt St. Gallen für die Projektierung verantwortlich.
Nach der erfolgten Ausschreibung konnten diverse Planungsaufträge an Büros der Region erteilt werden. Dies hat einerseits den Vorteil der örtlichen Nähe der Auftragnehmer zum Projekt. Andererseits wird damit die Region in dieses zentrale öV-Projekt eingebunden. Denn wenn in der Region der «Funke springt», hat dieses zukunftsweisende Projekt optimale Realisierungschancen.
Die Durchmesserlinie Trogen – St. Gallen – Appenzell
Mit dem Projekt Durchmesserlinie Trogen – St. Gallen – Appenzell werden die beiden getrennten Linien St. Gallen – Trogen und St. Gallen – Appenzell der Appenzeller Bahnen verbunden. Für den Fahrgast entstehen damit attraktive durchgängige Verbindungen, um ohne Umsteigen zum Beispiel von Teufen nach St. Gallen Marktplatz zu gelangen. Zudem wird die Infrastruktur dahingehend angepasst, dass im Viertelstundentakt gefahren werden kann. Mit dieser Verdichtung des Fahrplanes steigt die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs und die Strassen können zusätzlich entlastet werden. Durch den Wegfall der Zahnradstrecke an der Ruckhalde in St. Gallen kann leichteres, kostengünstigeres und auch leiseres Rollmaterial eingesetzt werden. Der Fahrgast profitiert von niederen Einstiegen.



























