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Projekt für Ammoniak-Reduktion ist gut gestartet

TG. Im ersten Jahr des Ressourcenprojektes Ammoniak haben sich 561 Betriebe an der Ausbringung von Gülle mit dem Schleppschlauchverfahren beteiligt.

Dabei haben sie eine Fläche von 19 850 Hektaren mit dem Schleppschlauch begüllt. Ihnen konnten insgesamt Beiträge in der Höhe von 890 000 Franken ausbezahlt werden. Ziel des Projektes ist es, die Ammoniakemissionen im Thurgau im Vergleich zum Jahr 2000 bis ins Jahr 2013 um 20 Prozent zu senken.

Seit dem Jahr 2008 läuft im Kanton Thurgau das Ressourcenprojekt Ammoniak Thurgau. In erster Linie soll mit dem Ausbringen von Gülle mit dem sogenannten Schleppschlauchverfahren eine Reduktion des Ammoniakausstosses erreicht werden. Zur Deckung der höheren Ausbringungskosten erhalten Bewirtschafter pro Hektar begüllte Fläche einen Beitrag von 45 Franken. Rund 600 Landwirte haben sich im Frühjahr 2008 für die Teilnahme daran angemeldet und anschliessend mit dem Landwirtschaftsamt eine Vereinbarung für den Projektzeitraum bis 2013 abgeschlossen. Damit haben sie sich entschieden, sich aktiv für die Verminderung von Ammoniakemissionen einzusetzen. Im ersten Projektjahr haben 561 Betriebe insgesamt 19 850 ha mit Schleppschlauch begüllte Fläche ans Landwirtschaftsamt gemeldet. Dies übertraf die bei Projektbeginn getroffenen Annahmen von 300 Teilnehmern für 2008 mit 10 000 Hektaren begüllter Fläche um 100 Prozent.

Rund 890 000 Franken Beiträge konnten noch vor Weihnachten an die teilnehmenden Landwirte ausbezahlt werden. Der Bund beteiligt sich mit bis zu 80 Prozent an den Projektkosten, die Restfinanzierung übernimmt der Kanton Thurgau. Der Anteil des Kantons betrug 174 000 Franken. Durchschnittlich konnten rund 1600 Franken pro Betrieb ausbezahlt werden. Der höchste Einzelbeitrag betrug dabei gut 10 000 Franken.

Eine weitere Massnahme innerhalb des Ressourcenprojekts Ammoniak ist die Förderung innovativer einzelbetrieblicher Projekte zur Reduktion der Ammoniakemissionen aus Tierhaltungen. Fünf bis zehn solcher Projekte können mit einem Betrag von maximal 50 000 Franken jährlich gefördert werden. 2008 erfüllten drei Projekte die hohen Anforderungen und wurden vom Bund bewilligt. Für diese drei Projekte im Sinne von einzelbetrieblichen Verbesserungsmassnahmen konnten Förderbeiträge in der Höhe von 20 500 Franken ausbezahlt werden. Bei den drei Projekten handelte sich um den Einbau eines Biofilters bei einem Mastschweinestall, die Reinigung des Laufhofs/Laufbereichs mit Brauchwasser aus dem Melkstand sowie die Beschattung des Laufhofs bei Milchvieh.

Die teilnehmenden Landwirte haben sich als weitere Massnahme des Ressourcenprojekts grundsätzlich zur Optimierung des Hofdüngermanagements verpflichtet. Sie haben dazu drei Merkblätter erhalten, in denen aufgezeigt wird, wie Ammoniakverluste beispielsweise bei der Hofdüngerlagerung oder im Stall beziehungsweise auf dem Laufhof reduziert werden können.

Über konkrete Auswirkungen des kompletten Massnahmenpakets auf die Luftqualität beziehungsweise den Düngereinsatz kann im ersten Projektjahr noch keine Aussage gemacht werden. Durch das Amt für Umwelt wurden fünf zusätzliche Luftmess-Stationen eingerichtet, um die Luftqualität im Laufe des Projektes zu beobachten. Die erhoffte Reduktion des Mineraldüngereinsatzes der am Projekt teilnehmenden Betriebe soll am Ende des Projekts auf der Basis der Suisse-Bilanz berechnet werden. Für 2009 haben rund 260 weitere Landwirte ihr Interesse am Ressourcenprojekt Ammoniak bekundet.

ThurgauThurgau / 03.03.2009 - 09:17:59