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Private Suchaktion

Billwilerwald. Am kommenden Sonntag wollen Privatpersonen nach der verschwundenen Ylenia suchen. appenzell24.ch im Gespräch mit der Initiantin Tanja Leu.

Am 2. September begeben sich einige Personen aus der Zivilbevölkerung auf die Suche nach dem füneinhalbjährigen Mädchen, das seit einem Monat vermisst wird.

Den Ansporn für diese Aktion gab ein altes Ehepaar, das die beiden Initiantinnen Regula Leu und Tochter Tanja Leu bei der Suche im Wald beobachtet haben.

Der Grund, warum sie genau in diesem Wald suchen wollen, ist die Tatsache, dass in der Nähe der Rucksack mit den Kleidern, das Kickboard und der Velohelm von Ylenia gefunden wurden. «Eine private Suche kann nicht ungefährlich sein. Vor allem bei diesem schwierigen Gelände», erklärt Hans Eggenberger, Pressechef der Kantonspolizei St.Gallen. «Ich hoffe, dass alles gut gehen wird.»

Es werden einige hundert Menschen erwartet
Wieviele Menschen sich bei dieser privaten Suche beteiligen werden, kann Tanja Leu aus Rickenbach noch nicht sagen. Sie hofft allerdings, dass ein paar Hundert kommen werden, um so die Suche effektiver gestalten zu können. «Wir haben unser Vorhaben medial verbreitet. Zusätzlich haben wir in der Umgebung Plakate aufgehängt, um die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen», erklärt Leu.

Treffpunkt und Organisation
Die Gruppe wird sich am Sonntag um 10 Uhr beim Billwilerwald versammeln, um dann die Suchaktion zu starten. Von der Autobahnabfahrt Oberbüren wird der Weg mit Luftballonen und Plakaten markiert sein, damit auch alle die Stelle finden, an der die Suche starten wird. Die Initiantinnen werden Schaufeln und Stöcke mitnehmen, doch haben sie nicht daran gedacht auf die Plakate zu schreiben, dass jeder sich selbst Suchwerkzeug besorgen soll. Auf die Frage, wie die Suche konkret ablaufen soll, antwortet Leu: «Wir werden die Personen, die kommen, in Gruppen von ungefähr 50 Personen einteilen, und dann an verschiedenen Orten beginnen.» Die Dauer der Suche wird von der Motivation der Menschen abhängen.

13 000 Euro Finderlohn
Der Finderlohn spielt laut Leu keine wirkliche Rolle bei dieser Aktion. Sie hofft allerdings, dass, falls Ylenia gefunden wird, der Finder die Geldsumme der Internetplattform vermisstekinder.de spenden wird. «Ich habe schon irgendwie Angst sie zu entdecken, doch weiss ich jetzt noch nicht genau, wie ich reagieren werde», erklärt Leu weiter. «Wir hoffen aber inständig Ylenia zu entdecken.»

«Der Zweck heiligt die Mittel. Vielleicht wird ja etwas gefunden», so Eggenberger abschliessend.

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Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 31.08.2007 - 13:05:00