Preisverleihung an der Olma
Das erste Schweizer Yak-Trockenfleisch wurde an der Olma mit dem Innovationspreis der Landwirtschaft ausgezeichnet.
An der Olma in St. Gallen wurde das innovativste Schweizer Nahrungsmittel dieses Jahres mit dem «Prix d’innovation agricole suisse PIAS» ausgezeichnet.
Hauptgewinner ist das Yak-Trockenfleisch von Daniel Wismer aus Embd im Kanton Wallis. Der zweite Preis geht an eine Kuttel-Spezialität, drittplatziert ist die Essigalternative «Verjus de Raisin».
Die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft muss ihre Wettbewerbs- fähigkeit laufend unter Beweis stellen und sich auf die Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten ausrichten, damit sie auf den einheimischen und ausländischen Märkten wettbewerbsfähig bleibt.
Innovative neue Produkte sind ein Beweis für die erbrachten Leistungen, die die Landwirtschaft durch die Vergabe des «Prix d’innovation agricole suisse PIAS» jährlich würdigt.
Die Preisverleihung erfolgte an der Olma St. Gallen durch Vertreter der Landwirtschaft und des Bundes. Manfred Bötsch, Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft, zeigte in seiner Rede Respekt vor den Preisträgern: «Am Markt bestehen jene, die wettbewerbsfähig sind. Und wettbewerbsfähig sein heisst, mit einem Produkt ein Preis-/Leistungs- verhältnis anzubieten, das Käufer als interessant beurteilen. Dazu können Tradition und Innovation einen wichtigen Beitrag leisten.»
Hauptgewinner ist Yak-Trockenfleisch
Wettbewerbsgewinner und Träger des ‹PIAS d‘Or 2007› ist das von Landwirt Daniel Wismer aus Embd/VS in Zusammenarbeit mit der Metzgerei Gottfried Zuber in Stalden/VS entwickelte Yak-Trockenfleisch.
Das Yak ist mit dem europäischen Rind seitenverwandt und in Zentral- asien weit verbreitet. Die Familie Wismer begann vor 12 Jahren als erste in der Schweiz mit der Yak-Zucht. Die Tiere werden artgerecht gehalten, haben täglich Auslauf im Freien, erhalten kein Kraftfutter und werden nicht vor dem dritten Lebensjahr geschlachtet.
Das Yak-Trockenfleisch hat eine dunkelrote Farbe und ist geschmacklich am ehesten mit Bisonfleisch vergleichbar. Es wird nach traditioneller Walliser Handwerksart hergestellt und enthält keine Rötungsmittel, Farbstoffe oder Konservierungsmittel.
Zweiter Preis für Kutteln
Den zweiten Preis «PIAS d’Argent 2007» erhielt Philipp Metzger aus Nesslau/SG, der eine beinahe in Vergessenheit geratene Spezialität wieder in Erinnerung rufen will: die Kuttel.
Für seine «Kuttel-Portion» dünstet Metzger die rohe und geputzte Kuttel mit Zwiebeln und Speckwürfeln an, fügt Weisswein, Gewürze, Tomatenwürfel und Tomatenpüree, Kümmel, Aprikosen und Gartenrettich hinzu und kocht die Masse langsam.
Danach wird die lauwarme Kuttelmasse portioniert abgefüllt und bei 80 Grad pasteurisiert. Die Kutteln sind im Kühlschrank 180 Tage haltbar und müssen vor dem Genuss nur noch erwärmt werden. Der Salzgehalt liegt bei nur ein Prozent, da Salz teilweise durch Gartenrettich ersetzt wird. Für die Herstellung werden keine Zusatzstoffe verwendet und auch auf Zucker wird verzichtet, er wird durch gedörrte Aprikosen ersetzt.
«Verjus de Raisin» ist drittplatziert
Der «PIAS de Bronze 2007» ging an den «Verjus de Raisin», den Diego Mathier aus Salgesch/VS entwickelt hat. Der ‚Verjus de Raisin’ wird aus dem Saft der grünen, unreifen Syrah-Trauben gewonnen.



























