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Prävention mit «Fair Play»

Teufen. Kürzlich präsentierten Jugendliche ihre im Rahmen des Präventionsprojekts «Fair Play in Teufen» im Festsaal der evangelischen Kirchgemeinde Teufen ihre erarbeiteten Gedanken und Vorsätze.

Unter der Leitung von Urs Schöni und in Zusammenarbeit mit der offenen Jugendarbeit Teufen reflektierten Jugendliche der 1. Oberstufe der Schule Teufen ihr eigenes Verhalten und den Umgang mit Genussmitteln, wie Fernsehen, PC, Internet, Rauchen, Alkohol, Süssigkeiten… Die Jugendlichen formulierten daraus persönliche Verhaltensänderungen, die sie an diesem Abend den Erwachsenen präsentierten.

„Mutig, dass ihr solch persönliche Ziele präsentiert“, „Vorsätze sind gut, aber bewirken sie eine Verhaltensänderung?“, „Was passiert nach der gesetzten Frist?“ „Können die guten Vorsätze auch für Erwachsene gelten?“ Diese und andere Aussagen der Eltern hörten die Jugendlichen.

Ist es noch Suchtprävention, wenn ich mir vornehme, mindestens 3 Früchte am Tag zu essen? Die Antwort von Urs Schöni fällt einfach aus: Jede Prävention fällt und steht mit Verbindlichkeiten und Zielsetzungen. Der erste Schritt zu einer persönlichen Verhaltensänderung beginnt mit einer Reflexion des persönlichen Verhaltens. Danach wird ein persönliches Ziel mit einem überschaubaren und damit überprüfbaren Zeithorizont gesetzt.

Ich kann unterscheiden zwischen Verhalten, das mir gut tut und das mir schadet. Die Jugendlichen lernen in der Zeit der Pubertät, ihr Verhalten zu reflektieren und zu ändern. Dies setzt eine grosse Transparenz und Ehrlichkeit zu sich selbst voraus. Klare und offene Kommunikation der Eltern gegenüber ihren Kindern ist die Basis für ein Gelingen dieser Prävention.

Eltern setzen den Kindern Grenzen, erstellen Leitplanken im Wissen, dass sie selbst als Jugendliche diese immer wieder ausgelotet haben. Kann es sein, dass manche Eltern ihre eigenen „Jugendsünden“ vergessen haben und so unrealistische Ansprüche an ihre Kinder stellen?

Die Jugendzeit ist eine Zeit der Selbstfindung, des Austestens von Grenzen, des radikalen Hinterfragens der Gesellschaft. Nur dann können Jugendliche zu einem verantwortungsvollen Erwachsenen reifen.

Alles was verboten ist, reizt es trotzdem zu tun. Und doch braucht es diese Grenzen, an denen Jugendliche sich reiben und zu sich selbst finden. Es ist wohl die anspruchsvollste Aufgabe, sein Kind bei diesem Weg zu unterstützen und Konfliktsituationen auszuhalten.

An diesem Abend wurde dies ausgesprochen und diskutiert. Ein erster Schritt…

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 21.11.2008 - 21:35:00