Postsendungen unter die Lupe genommen
Mülligen/ZH. Im Mai dieses Jahres wurden während einer Woche zahlreiche Postsendungen aus dem Ausland von Spezialisten der Grenzwache und des Zolls kontrolliert
Täglich kommen im Postzentrum Mülligen in Zürich mehrere tausend Postsendungen aus dem Ausland an. Nur ein Bruchteil davon kann gründlich kontrolliert werden. Eine mehrtägige Aktion diente dazu, eine grosse Anzahl Sendungen intensiver als gewöhnlich auf zollpflichtige oder verbotene Inhalte zu prüfen.
Den ständigen Mitarbeitern des Postzollamtes Mülligen standen zusätzlich mehrere Spezialisten der Grenzwache und der Zollverwaltung zur Seite. Zum Einsatz kamen Drogen-Spürhunde und ergänzend dazu ein Ionen-Massen-Spektrometer zum Nachweisen von Drogen auf elektronischer Basis. Ein ebenfalls sehr zuverlässiges Hilfsmittel ist das beim Postzollamt Mülligen stationierte Röntgengerät. Eine grosse Anzahl Paket-Sendungen wurden in Bezug auf deren Inhalt, ohne Öffnen der Verpackung, auf diese Art schnell und sicher kontrolliert.
In sechs Sendungen konnten Betäubungsmittel sichergestellt werden, mehrheitlich Cannabisprodukte. Viermal konnten spezialisierte Dokumentenprüfer gefälschte Ausweise beschlagnahmen. In drei Fällen wurden zur Fahndung ausgeschriebene Nummernschilder sichergestellt. Weiter wurden verbotene Medikamente, 16 Ampullen eines Dopingmittels, eine gefälschte Armbanduhr und pyrotechnische Artikel aus den Verkehr gezogen und wo gesetzlich vorgesehen, Massnahmen gegen die Empfänger eingeleitet.
Die Aktion wurde als Erfolg im Kampf gegen Missbräuche im Postverkehr gewertet.



























