Polizeieinsatz nach Fussballmatch
Zürich. Nach dem Spiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Basel sah es zunächst nach einem friedlichen Abgang aus. Dann aber kam es doch noch zu Auseinandersetzungen.
Nach einem friedlichen und problemlosen Abmarsch des Publikums rund ums Stadion, kam es später an der Hardturmstrasse zu Auseinandersetzungen zwischen gegnerischen Fan-Gruppen sowie am Bahnhof Altstetten zwischen randalierenden Fans und der Polizei.
Die Stadtpolizei Zürich hielt ihre uniformierten Einsatzkräfte nach dem Spielende bewusst im Hintergrund, liess aber den Abmarsch der Fussballfans durch zivile Kräfte beobachten. So konnte umgehend eingeschritten werden, als rund eine halbe Stunde nach Spielende zwei gegnerische Fan-Gruppierungen, bestehend aus je rund 100 Personen, an der Hardturmstrasse Höhe Einmündung Förrlibuckstrasse eine Schlägerei begannen. Durch einen kurzen Reizstoffeinsatz eines Wasserwerfers konnten die beiden Gruppierungen getrennt werden, worauf sie sich in verschiedene Richtungen entfernten. Die polizeiliche Einsatzleitung hatte sich zu diesem Vorgehen entschieden, da praktisch alle friedlichen Matchbesucher den betreffenden Bereich beim Stadion bereits verlassen hatten oder sich in sicherer Entfernung befanden.
Eine Gruppe Zürcher Fans begab sich dann zu Fuss zum Bahnhof Altstetten, wo der Extrazug nach Basel zur Abfahrt bereitstand, und provozierte die darin wartenden Basel-Fans. Daraufhin verliessen etliche Basler den Zug und verunmöglichten eine fahrplanmässige Abfahrt. Als die polizeilichen Kräfte kurz darauf vor Ort eintrafen um die Fans zum Wiedereinstieg in den Zug zu bewegen, wurden sie von den Basler Fans sofort mit Flaschen und Schottersteinen beworfen. Einem grösseren Polizeiaufgebot, welches auch Gummischrot einsetzte, gelang es schliesslich, die randalierenden Fans in den Zug zurückzudrängen, sodass sich dieser in Bewegung setzen konnte. Da aber noch mehrmals die Notbremse gezogen wurde, kam es zu einigen Stopps, bevor der Zug mit rund 40minütiger Verspätung um 19.10 Uhr abfahren konnte.
Zur Zeit liegen keine Meldungen über verletzte Personen vor. Zu gravierenden Sachbeschädigungen scheint es gemäss ersten Erkenntnissen nicht gekommen zu sein. Die Stadtpolizei Zürich hat insgesamt sechs Personen festgenommen. Genauere Angaben zu den Verhafteten liegen noch nicht vor.



























