
Polizei muss mehrere verhaften bei Eishockeyspiel
Kloten/ZH. Im Zusammenhang mit dem Eishockeyspiel zwischen den Kloten-Flyers und dem SC Rapperswil-Jona Lakers mussten Polizei und private Sicherheitsdienste gegen gewaltbereite Anhänger beider Klubs einschreiten.
Die Kantonspolizei nahm vorübergehend neun Personen fest. Ein Kantonspolizist wurde durch eine Fackel leicht verletzt.
Die Sicherheitskräfte zeigten vor, während und nach dem Spiel eine starke Präsenz inner- und ausserhalb des Stadions. Das Ziel, ein weitgehend störungsfreies Spiel zu gewährleisten, wurde damit erreicht. Anhänger des St.Galler-Klubs zündeten jedoch bei ihrer Ankunft auf dem Klotener Bahnhof um 19.00 Uhr massiv Feuerwerkskörper. Eng begleitet durch die Kantonspolizei Zürich verschoben sich rund 300 zum grössten Teil vermummte Anhänger des SC Rapperwil-Jona Lakers Richtung Stadion. Versuche dieser Gruppe, die Kassen zu durchbrechen, wurden durch im Stadion eingesetzte private Sicherheitsdienste verhindert. Nach Spielschluss kam es in Stadionnähe und beim Bahnhof zu Konfrontationen zwischen Anhängern der beiden Klubs. Die Kantonspolizei griff ein, wobei Reizstoff eingesetzt werden musste. Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit dem Spiel wurden bislang nicht angezeigt.
Aus der Gruppe von Anhängern des St.-Galler-Klubs, welche die Stadionkasse durchbrechen wollten, wurden neun Personen vorübergehend Identitätsfeststellung festgenommen. Im Anschluss an die eingehende Kontrolle wurden sie wieder entlassen. Die Minderjährigen unter ihnen mussten durch ihre Eltern abgeholt werden. Die neun Personen haben mit einem Eintrag in der nationalen Hooligan-Datenbank sowie einem gesamtschweizerischen Stadionverbot zu rechnen.
Im Einsatz standen die Kantonspolizei Zürich, die Stadtpolizei Kloten, Hooligan-Spezialisten der Kantonspolizei St. Gallen sowie im Stadion private Sicherheitsdienste.