Plakatwettbewerb: erfolgreiche Ausserrhoder
AR. Oberstufenklassen aus vier Ostschweizer Kantonen haben sich am Plakatwettbewerb des neu lancierten Ostschweizer Suchtpräventionsprogramm «freelance» beteiligt. Sechs Ausserrhoder Schülerteams gehören zu den Gewinnern.
Über 120 Plakatentwürfe zu den Themen Tabak, Alkohol und Cannabis wurden am Wettbewerb eingereicht. Eine Fachjury hat nun pro Thema je drei Plakatideen ausgewählt, die von den Lernenden der Gestalterfachklasse der Schule für Gestaltung in St. Gallen inhaltlich und formal weiterbearbeitet und professionalisiert werden.
Ein Novum in der Präventionsarbeit
Mit «freelance» ist der Vereinigung der kantonalen Beauftragten für Gesundheitsförderung in der Ostschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein ein Novum gelungen: Erstmalig wurde ein Präventionsprojekt gemeinsam entwickelt, welches seit Sommer 2008 in Oberstufenschulen umgesetzt wird. Mit dabei sind die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen und Thurgau sowie das Fürstentum Liechtenstein. In Appenzell Ausserrhoden ist es Damian Caluori von der Beratungsstelle für Suchtfragen, welcher in der Kerngruppe von «freelance» mitarbeitet. Zudem ist der Grafiker Fausto Tisato aus Heiden quasi das Herzstück von «freelance». Er bildet, zusammen mit dem St. Galler Daniel Felder, die operative Projektleitung. Der Name «freelance» bringt den Nutzen der Präventionsarbeit auf einen Punkt: Frei, unabhängig und aktiv.
Das Präventionsprogramm «freelance» besteht aus drei Modulen:
– Aktuelle und gut dokumentierte Unterrichtseinheiten, welche die Lehrpersonen auf der Website www.be-freelance.net herunterladen können
– ein Präventionsspiel mit kurzen Unterrichtseinheiten von 10 bis 20 Minuten
– der spannende Plakatwettbewerb
Jugendliche für Jugendliche
Jugendliche wissen wohl selber am besten, welche Präventionsbotschaften bei ihren Altersgenossen Wirkung zigen. Deshalb ist ein Bestandteil von «freelance» der Plakatwettbewerb.
Zwischen Oktober 2008 und Januar 2009 haben Schülerinnen- und Schülerteams anhand von speziellen Unterrichtsmodulen kreative Ideen entwickelt und als Plakatentwürfe umgesetzt. Im Vordergrund stand dabei die Idee und nicht die Art der Umsetzung. Das Erstellen von Plakatideen ist in der Präventionsarbeit ein Mittel zur Vertiefung der Lernergebnisse sowie zur Förderung der Nachhaltigkeit. Die Jugendlichen beschäftigen sich intensiver mit den gegebenen Themen und das Wichtigste: Sie entwickeln präventive Botschaften für Gleichaltrige. So findet eine aktive Auseinandersetzung dort statt, wo sie ihre Wirkung haben soll. An dieser ersten Ausgabe des Plakatwettbewerbs, der alle zwei Jahre stattfinden soll, haben Oberstufenklassen aus den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Graubünden und Schaffhausen teilgenommen.
Die Jury hat getagt
Mit der Sichtung und Auswertung von über 120 Plakatentwürfen war die Jury gefordert. Neben Fachpersonen aus den Bereich Prävention, Bildung und Gestaltung sassen auch zwei Jugendliche in der Jury. Ihre Voten fanden besondere Beachtung. Zu den Themen Tabak, Alkohol und Cannabis sind je drei Plakatideen ausgewählt worden, die in den kommenden Wochen durch junge Grafikerinnen und Grafiker der Schule für Gestaltung weiterentwickelt werden. Die Gewinnerteams sind an die Schule für Gestaltung eingeladen, um an einem Workshop ihre Entwürfe mit angehenden Grafikerinnen und Grafiker zu besprechen und zur Weiterentwicklung und Professionalisierung zu übergeben.
Sechs Gewinnerteams aus Appenzell Ausserrhoden
Die Beteiligung der Ausserhoder Oberstufenklassen am Plakatwettbewerb war gross. Es ist jedoch sensationell, dass in sämtlichen Kategorien (Tabak, Alkohol, Cannabis) die ersten beiden Plätze von Ausserrhoder Schüler-Teams belegt werden. Zu den Gewinnern gehören Teams aus Herisau, Urnäsch, Walzenhausen Buchs und Disentis. Die je besten sechs Plakatentwürfe der Themenbereiche Tabak, Alkohol und Cannabis nehmen zudem an einem Online-Jury-Wettbewerb auf der Webseite www.be-freelance.net teil, an dem alle ihre Stimme abgeben können. Der Online-Wettbewerb findet in den Monaten März und April 2009 statt.
Am 13. Mai 2009 werden an einer Endjurierung die von den angehenden Grafikerinnen und Grafikern der Schule für Gestaltung weiter entwickelten Plakate präsentiert und die besten pro Thema bestimmt. Während zwei Jahren werden die ausgewählten Plakate in der Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit in der Ostschweiz eingesetzt werden und so natürlich auch in Appenzell Ausserrhoden zu sehen sein.
Die Gewinnerteams aus Appenzell Ausserrhoden:
Kategorie Tabak:
– 1. Rang: Anna Jankovics, Andrea Mettler und Caroline Rüegg von den Klassen 3G und 3E (Lehrerin: Simone Kappeler) aus Walzenhausen
– 2. Rang: Natasa Kalinovic, Lorena Rodriguez und Martina Züricher von der Klasse 3C (Lehrerin: Selma Goeltenboth) aus Herisau
Kategorie Alkohol:
– 1. Rang: Angela Dudler, Vera Stern und Cindy Silfling von der Klasse 3D (Lehrer: Pascal Ehrenbold) aus Herisau
– 2. Rang: Raphael Frei und Denis Schreiber von den Klassen 3G und 3E (Lehrerin: Simone Kappeler) aus Walzenhausen
Kategorie Cannabis:
– 1. Rang: Maya Zähner und Melaie Zanca von der Klasse 2E (Lehrerin: Maria Sutter) aus Urnäsch
– 2. Rang: Yves Wetter, Urs Gächter, Arnelas Märklin und Sandro da Silva von der Klasse 3D (Lehrer Pascal Ehrenbold) aus Herisau
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