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Petrus wühlt die Modebranche auf

Das durchzogene Wetter ist des einen Freud, des anderen Leid. Die Modebranche boomt mit dem schlechten Wetter. Profitieren wirklich alle davon?

Des Schweizers liebster Freizeitvertreib während Regentagen ist der Einkaufsbummel. Wenn es jemanden gibt, der von Schlechtwetterperioden profitiert, dann ist es die Modebranche. Grossunternehmen können Rekordumsätze verbuchen, das Geschäft läuft auf Hochtouren, die Geschäftsführer sind optimistisch.

Doch Karin Baumann, Mitgeschäftsführerin von Sport + Mode Baumann AG in Appenzell, sieht keine extreme Veränderungen im Kaufverhalten ihrer Kundinnen und Kunden. «Kaltes und schlechtes Wetter hemmt die Leute eher vor einem Einkaufsbummel. Konsumenten bevorzugen mehr die Variante vom Shopping-Center, wo man trocken bleibt, was eben bei uns in Appenzell nicht möglich ist.»

Bei feuchtem Wetter können aber andererseits Artikel verkauft werden, die etwas teurer sind, wie etwa Regenjacken, oder Regenhosen. «Unter dem Strich kann ich aber sagen, dass gutes Wetter die Konsumenten zum Einkaufen animiert», so Baumann.

Anders die Situation im Modehaus ROMODA in Appenzell. Die Geschäftsführerin Franziska Rohner-Paky bestätigt, dass sie in den vergangenen Wochen mehr Leute in ihrem Laden verzeichnet hätte. Oft war das Wetter zu unsicher, um etwas anderes zu machen. Sie spricht vom «Säch-Wetter», was soviel bedeutet, wie eine Mischung zwischen gutem und schlechtem Wetter, aber ohne Regen.

«Im Frühling war der Verkauf von der Übergangsware sehr schwach, da auch das Übergangswetter -beziehungsweise der Frühling- fehlte. Viele dieser Waren sind heute leider Gottes im Ausverkauf gelandet.» Was man normalerweise im Mai einkauft, wie Shirts, Jupes oder Blusen, seien in dieser Saison bereits im März über den Ladentisch gegangen.

Das Fazit von Rohner ist knapp, aber aufschlussreich: «Die Saison war hier in Appenzell bis heute nicht super – für alle Detailhändler in der Modebranche. Zur falschen Zeit hatten wir die falsche Ware.»

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 18.07.2007 - 16:29:00